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Vorsicht, bewaffneter Primat!

Ganz schön affig: Im Fun-Shooter "Overwatch" treffen skurrile Charaktere aufeinander. Darunter Winston, ein Gorilla mit Teslakanone. Einzelkämpfer haben es hier schwer. Teamplay ist gefragt.

Mit Kassenschlagern wie "World of Warcraft", "Diablo" und "Starcraft" setzt der Spieleriese Blizzard jährlich Dollarmilliarden um. Millionen Menschen tummeln sich in den beliebten Online-Spielen, die es inzwischen auch auf die große Leinwand und an die Spitze der Kinocharts schaffen. Ein popkulturelles Phänomen.

Blizzard ist ein alter Hase im digitalen Entertainment - mit einem Gespür für Trends und Blockbuster. Mit "Overwatch", der ersten neuen, größeren Marke seit 1998, versucht sich das Unternehmen erstmals am Genre des Online-Shooters.

21 schräge Helden stehen zur Auswahl: Soldaten, Wissenschaftler, Abenteurer und Außenseiter. Jeder Krieger spielt sich anders. Es sind aberwitzige Comic-Figuren im poppigen Manga-Stil mit außergewöhnlichen Fähigkeiten: offensiv, defensiv, unterstützend oder brachial als Tank. Zu Beginn muss man sich durchtesten. Es gibt einen Cowboy, einen Bogenschützen aus Fernost und einen brillanten Gorilla. In der Arena geht es dann actionreich zur Sache: Sechs gegen Sechs ist das Prinzip. Pinkfarbene Kampfroboter treffen auf düstere Sensenmänner. Wer Erfolg haben will, braucht ein eingespieltes Team.

"Overwatch" ist ein knalliger Fun-Shooter, der nur online gespielt werden kann. Es gibt keine Singleplayer-Kampagne, keine Story. Dafür klassische Mehrspielermodi wie "Capture the Flag". Damit eignet sich das Game auch prima für den E-Sport, also für professionelle Wettbewerbe. Auf bislang 12 Karten können sich die Spieler duellieren, in japanischen Gärten, auf der Route 66, einer griechischen Insel, in einem Tempel in Nepal und vor der Kulisse einer stillgelegten Hollywoodproduktion. Bunt, hell und kindlich verspielt ist der Look - und ungewöhnlich positiv für ein Spiel in diesem Genre. "

Ähnlich wie in "Evolve" ist man auch in "Overwatch" auf seine Mitspieler angewiesen. Teamplay ist hier Trumpf: Nur wer die Talente sinnvoll kombiniert, trägt am Ende den Sieg davon. Spannend ist dabei, dass die Helden vor dem Respawn gewechselt werden können, was taktische Manöver und eine Anpassung an das Geschehen auf dem Schlachtfeld ermöglicht. Gespielt wird aus der Ego-Perspektive.

Adressaten der lustigen Ballerei sind sowohl Profis als auch Neu- und Quereinsteiger. Das liegt unter anderem an der simplen Steuerung, die rasch erlernt ist. Auch das Menü ist unkompliziert. Toll ist das Bewertungssystem am Ende einer Runde: Statt ausschweifenden Statistiken dürfen sich die Teilnehmer am Ende eines Matches gegenseitig mit Bonuspunkten belohnen. Gelebte Demokratie. Wunderbar problemlos funktioniert auch das Matchmaking. Keine 30 Sekunden dauert es im Schnitt, bis die Spieler miteinander verbunden sind. Lange Wartephasen gibt es ebenso wenig wie nervige Bugs, Lags oder Serverabstürze.

Fazit: "Overwatch" ist ein herrlich abgedrehter Fun-Shooter - facettenreich, gewaltarm und erfrischend unkompliziert. Diesem Affen muss man einfach Zucker geben.

Info
Overwatch
Blizzard Entertainment
USK:16
PS4, Xbox One und PC (Test)

Quelle: SN

Aufgerufen am 17.11.2018 um 07:50 auf https://www.sn.at/panorama/medien/im-fun-shooter-overwatch-von-blizzard-ist-teamarbeit-gefordert-1191802

homo ludens - die spielerische Seite der SN

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