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Journalisten für Recherche zu Pegasus-Spionagesoftware ausgezeichnet

Für seine Recherche zum Einsatz einer geheimen Spionagesoftware ist ein Journalistenteam mit dem Daphne-Caruana-Galizia-Preis vom EU-Parlament ausgezeichnet worden.

Symbolbild. SN/AFP
Symbolbild.

Anthony Bellanger, Generalsekretär der Internationalen Journalisten-Föderation, überreichte den Preis am Donnerstag in Brüssel im Namen der Jury an Journalisten des Vereins Forbidden Stories.

Der Zusammenschluss von Journalisten, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Recherchen ermordeter, inhaftierter oder bedrohter Kollegen fortzusetzen, erhielt die Auszeichnung für die Arbeit an ihrem sogenannten Pegasus-Projekt.

Auslöser der Recherche war eine Liste mit mehr als 50 000 Telefonnummern, die Forbidden Stories sowie Amnesty International zugespielt wurde. Über 80 Journalisten von 17 Medienunternehmen aus 10 Ländern überprüften die Nummern und erhielten Einblicke in die Welt der Überwachungssoftware.

Dabei deckten sie auf, dass das Programm - entgegen wiederholten Beteuerungen der israelischen Entwicklerfirma NSO Group - missbraucht wurde. Sie konnten nachweisen, dass unter anderem mehrere Staats- und Regierungschefs sowie mindestens 180 Journalisten, Menschenrechtsverteidiger, Gewerkschafter, Diplomaten und mehrere Staats- und Regierungschefs ins Visier genommen wurden.

Der mit 20 000 Euro dotierte Preis wurde erstmals zu Ehren der ermordeten maltesischen Journalistin Daphne Caruana Galizia ins Leben gerufen. Sie recherchierte unter anderem zu Korruption, Geldwäsche, organisiertem Verbrechen und den Verbindungen der maltesischen Regierung zu den Enthüllungen der Panama Papers. Wegen ihrer investigativen Arbeit war sie Einschüchterungsversuchen und Morddrohungen ausgesetzt. Am 16. Oktober 2017 wurde Caruana Galizia durch eine Autobombe getötet.

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