Medien

"Mama, darf ich Internet?"

Kinder im Volksschulalter nehmen das Internet ganz anders wahr als Erwachsene. Dennoch messen Eltern im Umgang mit Handy, Laptop und Tablet gern mit zweierlei Maß.

Kinder wachsen mit dem Computer auf SN/APA (dpa)/Thomas Frey
Kinder wachsen mit dem Computer auf

Eltern, Kinder, Internet. Ein Spannungsfeld, das sich heutzutage in nahezu jedem Haushalt aufbaut. Und das täglich. Dass dabei viele Fehler begangen werden, ist nicht nur verständlich, sondern auch menschlich. Vor allem die Erwachsenen tappen nicht selten in ihre eigenen Fallen. Der heutige "Safer Internet Day", der sich mittlerweile in weltweit 130 Ländern etabliert hat, widmet sich den Volksschülern und deren Umgang mit dem Web. Medienpädagogen wie Barbara Buchegger von Saferinternet.at haben dazu die Fehler analysiert und geben Tipps zur Vermeidung selbiger. "Eine wichtige Erkenntnis, die wir gewonnen haben, ist: Kinder sammeln schon lang, bevor sie ihr eigenes Handy bekommen, reichlich Interneterfahrung." Die Handhabung (wischen und antippen) ist dabei das geringste Problem, denn die haben bereits Zweijährige rasch durchschaut. Schwierig wird es für alle Beteiligten, wenn es um die Inhalte und deren Verarbeitung geht. Denn Kinder im Volksschulalter seien noch gar nicht in der Lage zu beurteilen, ob ihnen ein Videoclip auf Youtube guttut oder schadet. "Die Bewältigung von Ängsten ist sehr unterschiedlich", sagt Buchegger. "Ein Teil klickt das Video weg und redet nicht darüber. Als Begründung führen sie an: Weil ich mich dann wieder daran erinnern muss." Die Folge: Verdrängung setzt ein. Verarbeitung könne man aber nur durch das "Darüber-Reden" erreichen. Eltern seien dabei als Ansprechpersonen nicht besonders beliebt. "Weil die Kinder Angst haben, dass sie Handy- oder Computerverbot bekommen, wenn sie negative Erlebnisse ansprechen", erklärt die Medienpädagogin. Dringen urplötzlich Schreie oder Schüsse aus dem Laptop, reagieren Eltern reflexartig. "Was hast du denn jetzt wieder gemacht?" gilt dabei als Klassiker. Das kann passieren. Doch abseits des Affekts sollte das Thema in aller Ruhe immer wieder besprochen werden. Buchegger empfiehlt: "Die ersten Schritte im Internet miteinander machen."

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