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Nach Lynchjustiz-Fällen: WhatsApp begrenzt das Weiterleiten von Nachrichten

Nach einer Reihe von Lynchjustiz-Fällen in Indien schränkt WhatsApp probeweise das Weiterleiten von Nachrichten ein. Von dem Test werden alle Nutzer betroffen sein, wie der zu Facebook gehörende Messengerdienst mitteilte.

 SN/APA/AFP/LIONEL BONAVENTURE

Laut Medienberichten wird die Anzahl an Kontakten, an die man in einem Rutsch Nachrichten weiterleiten kann, auf 20 beschränkt. In Indien, dem mit mehr als 200 Millionen Nutzern größte Markt von WhatsApp, können zudem versuchsweise maximal fünf Chats, egal ob individuell oder in Gruppen, gleichzeitig geführt werden. Auch werde dort der Knopf neben Medien-Nachrichten zum schnellen Weiterleiten entfernt.

Mit den Maßnahmen will WhatsApp das massenhafte Weiterleiten von Nachrichten unterbinden. Anlass sind mehrere Vorfälle in diesem Jahr, bei denen falsche Nachrichten über Kindesentführer auf WhatsApp dazu geführt haben, dass mehr als ein Dutzend Menschen in Indien von Mobs verprügelt wurden. Einige der Opfer starben. Nach Angaben von WhatsApp werden in Indien mehr Nachrichten, Fotos und Videos weitergeleitet als in jedem anderen Land.

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