Medien

Nachholbedarf bei der Presseförderung

Medienminister Thomas Drozda lädt am Montag zu einer Enquete. Qualitätskriterien sollen Grundlage für Subvention bilden. Deutschland, die Skandinavier und die Schweiz unterstützen ihre Zeitungen deutlich stärker als Österreich.

Nachholbedarf bei der Presseförderung SN/fotolia/lenets_tan
Die Parteienförderung ist in Österreich verhältnismäßig hoch, die Presseförderung gering.Die Parteienförderung ist in Österreich verhältnismäßig hoch, die Presseförderung gering.

Thomas Drozda, seit 113 Tagen auch Medienminister, intensiviert seine Charmeoffensive. "Ich bin ein sehr haptischer Mensch. Ich liebe ja auch das Zeitungsrascheln", sagte er Dienstagabend als Studiogast von "Erlesen" in ORF III. Das entspricht seiner Ankündigung vor Amtsantritt: "Es braucht eine Presseförderung, die sich an Qualitätskriterien ausrichtet." Doch die entsprechende Enquete am kommenden Montag zieht den Bogen von vornherein weiter: "Medienförderung neu - Was braucht die Demokratie?" lautet die Frage am 19. September im Bundeskanzleramt. Zehn Experten sollen sie beantworten: die Kommunikationswissenschafter Matthias Karmasin und Fritz Hausjell, Medienjournalistin Ingrid Brodnig, Alfred Grinschgl (Rundfunk- und Telekom-Regulierung), Helga Schwarzwald (Verband Freier Radios), Daniela Kraus (Medienhaus Wien), Edeltraud Stiftinger (Austria Wirtschaftsservice) sowie Thomas Kralinger (Verband Österreichischer Zeitungen), Hans Mahr (Medienberater) und Eva Dichand (Herausgeberin von "Heute"). Auffallend an der Runde wirkt neben ihrer Wien-Zentrierung, dass es offenbar nicht nur um Presse-, sondern auch Medienförderung gehen soll, der ORF aber ausgespart bleibt.

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