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NEOS planen neues Online-Medium

Das Projekt ist zu einem großen Teil vom Parlamentsklub finanziert. "Es soll kein klassisches Parteimedium werden", sagt NEOS-Sprecher Steiner.

Die NEOS planen, ein eigenes Online-Medium zu starten. Das geht aus einem Jobinserat hervor, mit dem nach einer Chefredakteurin oder einem Chefredakteur als auch einer Chefin oder einem Chef vom Dienst gesucht wird, wie das Branchenmedium "Horizont" berichtete. Gefordert ist für die beiden Jobs auf Teilzeitbasis "Affinität für liberale Werte". Dass es sich um ein klassisches Parteimedium handeln werde, verneinte ein NEOS-Sprecher auf APA-Anfrage.

"Es soll jedenfalls kein klassisches Parteimedium wie 'Zur Sache' oder 'Kontrast' werden. Wir wollen eine digitale Plattform schaffen, die möglichst vielen Meinungen und Ideen Raum gibt und zum Denken anregt", sagte NEOS-Sprecher Julian Steiner. Grundsätzlich sei noch viel offen, man wolle den künftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht vorgreifen. Klar ist jedoch: Finanziert wird die Online-Plattform "zu großem Teil vom Parlamentsklub". Auch soll sie "auf jeden Fall noch heuer" starten, so Steiner.

Die NEOS schließen damit zu anderen Parteien auf. So betreibt der SPÖ-Parlamentsklub das Onlinemedium kontrast.at, der ÖVP-Parlamentsklub gibt den Polit-Blog "Zur Sache" heraus und die FPÖ betreibt "FPÖ TV". Das Onlinemedium zackzack.at wird zwar nicht von einer aktiven Partei betrieben, wurde allerdings von Peter Pilz, Gründer der ehemaligen "Liste Pilz", ins Leben gerufen. Noch ohne Parteimedium sind die Grünen. Deren politische Bildungseinrichtung "Freda - die grüne Zukunftsakademie" arbeitet jedoch wie nun auch die NEOS an einem Online-Medium.

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