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Neue Media-Analyse: Deutsche Zeitschriften verlieren Leser

Rund 60 Millionen Menschen in Deutschland lesen eine Zeitschrift oder Wochenzeitung. Wie die am Mittwoch in Frankfurt vorgelegte Media-Analyse ergab, haben die erfassten 158 Titel damit insgesamt 1,2 Millionen Leser im Vergleich zur vorangegangenen Erhebung im vorigen Juli verloren. Die Magazine und Wochenzeitungen erreichen danach 85,1 Prozent der Bevölkerung über 14 Jahre (2018: 86,9 Prozent).

Symbolbild SN/fotolia/schmitt
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Erneut an Reichweite zugelegt haben aktuelle Wochenzeitungen. "Die Zeit" gewann 160.000 Leser hinzu und kommt auf 1,82 Millionen. Die "Welt am Sonntag" erreicht 870.000 Leser (plus 40.000), die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" 690.000 Menschen (plus 20.000). Die "Bild am Sonntag" verlor 300.000 Leser, erzielt mit 7,53 Millionen aber weiterhin die größte Reichweite unter allen erfassten Titeln.

Die drei großen aktuellen Magazine haben wie viele weitere Zeitschriften ebenfalls Leser eingebüßt. Der "Stern" kommt demnach auf 5,75 Millionen (minus 590.000), "Der Spiegel" auf 5,64 Millionen (minus 260.000) und der "Focus" auf 3,9 Millionen (minus 400.000). Gewinner quer durch alle Segmente sind Zeitschriften, die sich dem Thema Familie widmen.

Zweimal im Jahr lässt die Medien- und Werbewirtschaft die Reichweiten der Publikumszeitschriften in Deutschland ermitteln. Für die aktuelle repräsentative Erhebung befragte die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse 37.594 Personen ab 14 Jahre zu ihren Lesegewohnheiten.

Quelle: Apa/Dpa

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