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Neue Staffel "Morden im Norden"

Mit dem Fall "Die verlorene Tochter" startet am 23. September die sechste Staffel der ARD-Vorabendserie "Morden im Norden". Wieder ermitteln Engler und Kiesewetter in Lübeck und Umgebung.

Ein 21-jähriger Wäschereimitarbeiter wird tot am Rande eines Lübecker Straßenstrichs aufgefunden. Ein Fall für das eingespielte Kommissarteam Lars Engler (Ingo Naujoks, 57) und Finn Kiesewetter (Sven Martinek, 55). Schnell ermitteln die beiden, dass der junge Mann wohl ein Verhältnis mit der 15-jährigen Tochter (Sarah Mahita) seines Chefs hatte.

Ihr erfahrener Polizeikollege Schroeter (Veit Stübner) vermutet, dass dabei möglicherweise Drogengeschäfte eine Rolle spielten. In der Familie und im Umfeld des Toten, stoßen die Beamten auf zwischenmenschliche Abgründe. So beginnt am kommenden Montag um 18.50 Uhr die sechste Staffel der ARD-Vorabendserie "Morden im Norden".

"Die verlorene Tochter" heißt die neue Kriminalgeschichte aus der Hansestadt Lübeck. Der Erfolg ist nicht zuletzt dem bodenständigen Gespann Naujoks/Martinek zuzuschreiben. Die beiden TV-Stars mögen einander auch privat und gehen in ihrer Freizeit schon mal zusammen ins Kino.

Die Fälle drehen sich weniger um Schwerverbrechen als um Alltagskriminalität. Auch die neue, nach dem Drehbuch von Tanja Bubbel und Christine Thienelt von Michi Riebl inszenierte Folge folgt diesem Muster. "Wir sind ein ernstzunehmendes Krimiformat geworden. Erzählen Geschichten, die ein Spiegel der Gesellschaft sind. Die Themen reichen von Mobbing über Drogenkonsum bis zu Medikamentenpanscherei", sagt Martinek.

Naujoks ergänzt: "Am Anfang lief die Serie ja unter der Überschrift ,Heiter bis tödlich'. Da war noch unklar, wohin die Reise denn nun gehen sollte." Inzwischen konzentriere man sich auf den Krimi-Aspekt, das Ernsthafte dominiere. "Wenngleich der Humor nicht zu kurz kommt, so Martinek. Vom Einschaltquotendruck hätten sie sich längst befreit, sagen beide.

Dass in der Serie häufig junge Menschen in die Fälle verwickelt sind, habe "nichts mit krampfhafter Modernisierung zu tun", erklärt Naujoks. "Es liegt daran, dass die meisten Mordtaten ja innerhalb der Familie passieren. Und der Hintergrund meist vernachlässigte Liebe ist. Deshalb sind bei uns eben oft Kinder und Jugendliche mit im kriminellen Spiel."
PS: Mit ihrer Tourneetheater-Aufführung "Trennung frei Haus", einer Komödie des Franzosen Tristan Petitgirard, gastieren aujoks und Martinek vom 8. Jänner bis 23. Februar 2020 in der Komödie im Bayerischen Hof München.

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