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Neuer Schweizer TV-Sender CNN Money startet im Jänner

Der neue Business-TV-Sender CNN Money Switzerland geht am 24. Jänner auf Sendung. Der englischsprachige Kanal, bei dem Geld eines der Hauptthemen ist, nutzt das Stelldichein der Mächtigen aus Politik und Wirtschaft am Weltwirtschaftsforums WEF in Davos für seine erste Ausstrahlung.

Symbolbild. SN/photos.com
Symbolbild.

CNN Money werde Beiträge über die Themen Wirtschaft, Finanzen, Unterhaltung und Lifestyle verbreiten. Man renne aber nicht den Breaking News hinterher, erklärte Chefredaktor Urs Gredig. Das sei Sache von CNN mit dem roten Logo. CNN Money habe ein blaues Logo. "Wir haben Zeit, längere Geschichten zu erzählen."

CNN Money Switzerland: Die drei Wörter seien Programm, sagte Gredig, der seine Karriere beim Schweizer Fernsehen SRF gemacht hat, wo er die Tagesschau moderierte und Korrespondent im In- und Ausland war.

"Wir bringen Geschichten für Leute, die sich dafür interessieren, was in der Schweiz passiert und über Nachrichten, die Auswirkungen auf die Schweiz haben", sagte Gründer Christophe Rasch, der einst beim Westschweizer Fernsehen TSR war.

Ein wichtiges Thema sei Geld: "Geld ist zwar nicht alles, aber Geld ist überall", sagte Gredig. "Geld ist für uns mehr als nackte Zahlen oder die letzten Kurse. Wir sehen Geld als Teil der ganzen Wirtschaftslandschaft."

Auch Sport, Kultur und Unterhaltung

CNN Money behandle nicht nur Finanzmärkte, sondern auch Sport, Kultur und Unterhaltung. "Geld ist nicht nur, wie man Geld macht, sondern auch wie man es ausgibt", sagte Gredig. Allerdings werde CNN Money kein Kanal für Luxusprodukte.

Täglich werde eine dreistündige Sendung von 18 bis 21 Uhr ausgestrahlt. Thema der ersten Stunde sind die Finanzmärkte. In der zweiten Stunde gebe es eine längere Story mit Vertiefungen, für die andere Redaktionen keine Zeit hätten. Und in der dritten Sendestunde sei ein großes Interview geplant, erklärte Gredig.

Während des restlichen Tages werden Wiederholungen, aufgezeichnete Sendungen und Inhalte von CNN International verbreitet. CNN Money Switzerland habe einen langfristigen Vertrag mit Turner Broadcasting Systems über die Verwendung der Marke CNN, sagte Rasch.

CNN Money richte sich an Führungskräfte, Geschäftsleute und Meinungsbilder. Zielpublikum sind Englischsprachige in der Schweiz. Ausgestrahlt wird der Sender über Swisscom TV, die Kabelnetzbetreiber UPC und Netplus, sowie im Internetfernsehen Zattoo und Teleboy. Auch auf sozialen Medien und Youtube werde man präsent sein.

Anders als es der Name des neuen TV-Senders vermuten ließe, gehört CNN Money Switzerland nicht zum US-amerikanischen Nachrichtensenderpionier CNN, der 1980 als erster TV-Kanal der Welt rund um die Uhr Nachrichten sendete. CNN Money Switzerland sei eine private Schweizer Firma mit Sitz in Lausanne, sagte Rasch. 80 Prozent der Aktien sind im Besitz des Managements.

20 Prozent gehören Privatpersonen

Die restlichen 20 Prozent gehörten Privatpersonen, sagte Verwaltungsratspräsident Julien Pitton am Rande der Veranstaltung im Gespräch mit der Nachrichtenagentur sda. Kein Aktionär halte mehr als ein Drittel an CNN Money Switzerland.

Weil man ein privates Unternehmen sei, lehnte Pitton auch alle Fragen nach Finanzzahlen des neuen TV-Senders ab. "Das sind unsere internen und privaten Angelegenheiten." Wann die Gewinnschwelle erreicht werde, wollte Pitton nicht sagen.

Man gehe mit 27 Vollzeitstellen an den Start, sagte Rasch. Darunter seien 16 Journalisten. Die vier Ankermoderatorinnen waren unter anderem zuvor beim chinesischen Staatssender CCTV oder von France 24.

Die Teams arbeiten in Zürich und Genf. Das Studio in Zürich ist fertig. Ein weiteres wird in Gland VD gebaut, das Ende nächsten Jahres den Betrieb aufnehmen soll. Auf längere Sicht sei ein Ausbau des Personalbestandes geplant, sagte der einstige Edmond de Rothschild-Banker Pitton.

Quelle: Apa/Sda

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