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"Objektiv Pressefotopreis": Corona dominierte die Siegerfotos

Preisregen für die heimische Fotografenszene: Lisi Niesner, Hans Ringhofer, Helmut Ploberger und Nina Strasser wurden ausgezeichnet. Insgesamt waren 190 Fotos von 87 Fotografinnen und Fotografen eingereicht worden.

Eine der ersten in Österreich verabreichten Coronaimpfungen, ein Horrorclown auf einer Coronademo, ein Zwei-Meter-Abstand bei einem Leichtathletikbewerb: Das Thema "Corona" dominiert die am Dienstagabend in der Wirtschaftskammer Österreich prämierten besten Pressefotos der vergangenen beiden Jahre. Über den "Objektiv Pressefotopreis 2022" und je 5000 Euro durften sich die Fotografinnen und Fotografen Lisi Niesner, Hans Ringhofer, Helmut Ploberger und Nina Strasser freuen.

Die Wiener Fotografin Niesner von der Nachrichtenagentur Reuters setzte sich in der Kategorie "Chronik, Wirtschaft, Umwelt" des von der Bundesinnung der Berufsfotografen vergebenen Preises durch. Ihr Foto zeigt den Infektiologen Christoph Wenisch, wie er seine Faust in die Höhe reckt, nachdem ihm eine der ersten Coronaimpfungen in Österreich verabreicht wurde. Das Bild schaffte es auch auf das Cover der "New York Times". Der Wiener Pressefotograf Ringhofer wurde in der Kategorie "Innenpolitik" ausgezeichnet. Sein Siegerfoto zeigt einen Mann mit Horrorclown-Maske und blauen Handschuhen, der auf einer Coronademonstration vor einem großen Transparent mit der Aufschrift "Ihr seid die Krankheit und wir die Medizin" steht.

In der Kategorie "Sport" holte sich der oberösterreichische Fotograf Ploberger den "Objektiv-Pressefotopreis". Auf seinem Bild sind zwei Läufer bei einem Leichtathletik-Wettbewerb in Vorarlberg zu sehen, die sich nahezu exakt an den im Hintergrund auf einem Banner festgehaltenen, wohl für das Publikum vorgeschriebenen coronabedingten Zwei-Meter-Abstand halten. Einzig in der Kategorie "Kultur" spielte die Coronapandemie und deren Begleiterscheinungen keine Rolle. Hier überzeugte die Wiener Pressefotografin Strasser. Sie lichtete die iranische Musikerin Mona Matbou Riahi mit ihrer Klarinette ab, wobei sie die Fachjury mit "dem schlicht in schwarz-weiß gehaltenen, aber technisch perfekt umgesetzten Bild" auf ihre Seite zog.

"Die Fotos der heimischen Pressefotografen tragen sehr wesentlich zur Bedeutung von Qualitätsjournalismus vor allem in Zeiten von Falschberichten und Quellenunsicherheit bei. Viele der eingereichten Bilder haben weltweit Verwendung gefunden", zollte Heinz Mitteregger, Bundesinnungsmeister für Fotografie, den Siegern als auch den Nominierten Respekt. Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer meinte, dass diese Fotografien sich abheben. "Sie tragen dazu bei, genauer hinzusehen, darüber nachzudenken und rufen die gesamte Bandbreite menschlicher Emotionen in uns hervor."

Ab Mittwoch sind die vier Siegerbilder sowie die weiteren 16 Bilder der nominierten Fotografinnen und Fotografen im Presseclub Concordia in Wien zu sehen. Danach sind mehrere Ausstellungen in den Bundesländern geplant. Insgesamt wurden für die diesjährige Ausgabe 190 Fotos von 87 Fotografinnen und Fotografen eingereicht. Die nächste Verleihung soll im Frühjahr 2024 stattfinden, wobei in den Jahren 2022 und 2023 aufgenommene und veröffentlichte Bilder zugelassen sind. Mit 2020 übergab die APA - Austria Presse Agentur die Marke, das Format und die Koordination des Preises der Bundesinnung der Berufsfotografen.

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