Medien

Öffentliche Hand warb im dritten Quartal 2019 um rund 34 Millionen Euro

Die öffentliche Hand hat im dritten Quartal 2019 rund 34 Millionen Euro für Werbung ausgegeben. Das geht aus den am Freitag von der RTR veröffentlichten Medientransparenzdaten hervor. Rund 8,8 Millionen Euro davon gingen an Boulevardzeitungen, 2,2 Millionen an Facebook und Google.

 SN/fotolia/1dbrf10

Die Bundesregierung warb von Juli bis September um rund 3,6 Mio. Euro. Das ist seit Jänner 2018 das geringste Inseratenbudget. Das Bundeskanzleramt, das unter Sebastian Kurz (ÖVP) im dritten Quartal 2018 noch 955.000 Euro ausgegeben hatte, meldete gar keine Inserate ein. Abgesehen von Landwirtschafts - und Beamtenministerium haben auch die anderen Ressorts ihre Werbebudgets gegenüber dem zweiten Quartal 2019 reduziert. Am meisten gab das Finanzministerium mit 1,9 Mio. Euro aus. Inklusive seiner Beteiligungen wendete der Bund rund 5,1 Mio. Euro auf.

Größter Einzelwerber war mit 7,6 Mio. Euro aber erneut die Stadt Wien inklusive ihrer Beteiligungen. Die Bundeshauptstadt für sich betrachtet wendete knapp 5 Mio. Euro auf. Die Wirtschaftskammern investierten rund 2,7 Mio. Euro, die Arbeiterkammern 1,1 Mio. Euro.

Der größte Brocken, nämlich 8,8 Mio. Euro, der Gesamtwerbeausgaben ging an die großen Boulevardmedien: Rund 3,9 Mio. Euro erhielt die "Kronen Zeitung" (inklusive "Krone Hit") - 800.000 Euro davon kamen von der Bundesregierung, fast ebenso viel, nämlich 770.000 Euro, von der Stadt Wien. 2,5 Mio. Euro gingen an "Österreich" (inklusive "oe24") und 2,4 Mio. Euro an "Heute". Knapp hinter der "Kronen Zeitung" folgte mit 3,8 Mio. Euro der ORF.

Auch in Google-Werbung (inklusive Youtube) wurde mit 1,4 Mio. Euro kräftig investiert. Für Werbung auf Facebook und Instagram wurden 800.000 Euro ausgegeben.

Quelle: APA

Aufgerufen am 24.01.2021 um 09:04 auf https://www.sn.at/panorama/medien/oeffentliche-hand-warb-im-dritten-quartal-2019-um-rund-34-millionen-euro-80620171

Kommentare

Schlagzeilen