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Österreicher hörten im Vorjahr wieder mehr Radio

ORF-Radios dominieren einer Tagesreichweite von über 63 Prozent, die Privatsender kommen auf über 28 Prozent. In Salzburg verzeichnet das ORF Radio Reichweitenzugewinne in allen Altersgruppen.

Die ORF-Radios kamen im Vorjahr auf eine Gesamtreichweite von 63,2 Prozent SN/apa
Die ORF-Radios kamen im Vorjahr auf eine Gesamtreichweite von 63,2 Prozent

Die Tagesreichweite der österreichischen Radiosender in der Gesamtbevölkerung ist im Vorjahr auf 77,3 Prozent gegenüber 75,5 Prozent 2018 gestiegen. Das geht aus den am Donnerstag veröffentlichten Radiotest-Daten für 2019 hervor. Die Österreicherinnen und Österreicher hörten außerdem um 18 Minuten länger Radio als 2018.

Die ORF-Radios erreichten eine Gesamt-Tagesreichweite von 63,2 Prozent (2018: 60,5 Prozent), die Privatsender kamen auf 28,3 Prozent (2018: 27,8). Reichweitenstärkster Sender montags bis sonntags ist in der Zielgruppe ab zehn Jahren weiterhin Ö3 mit einer Reichweite von 33,7 Prozent (31,7 Prozent). Der bundesweite Privat-Konkurrent Kronehit kam auf 10,7 Prozent (11,1 Prozent). Die Regionalsender des ORF erreichten österreichweit 29,6 Prozent (28,1 Prozent), die von der RMS vermarkteten Privaten (RMS Top) 27,8 Prozent (27,3 Prozent).

Auch Ö1 konnte leicht auf 9,3 Prozent zulegen (8,5 Prozent), FM4 lag bei 3,2 Prozent (3,4 Prozent). In der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen steigerten sich die öffentlich-rechtlichen Sender insgesamt auf 54,6 Prozent Tagesreichweite (2018: 51,6 Prozent), die Privatradios kamen auf 35,8 Prozent (35,4 Prozent). Ö3 hatte eine Tagesreichweite von 39 Prozent (36,7 Prozent), die RMS-Top-Sender 35,4 Prozent (35,1 Prozent). Die ORF-Regionalen liegen mit 15,7 Prozent (14,6 Prozent) beinahe gleichauf mit Kronehit (16 Prozent nach 16,7 Prozent im Jahr davor). Ö1 erreicht täglich 5,8 Prozent (5,2 Prozent) der Jüngeren und liegt damit vor FM4 (5 Prozent nach 5,2 Prozent 2018).

ORF-Marktanteil bleibt mit 74 Prozent stabil

Die Österreicher ab zehn Jahren schalteten im Vorjahr im Schnitt 201 Minuten pro Tag das Radio ein - ganze 18 Minuten länger als 2018 (183 Minuten). Der Marktanteil der ORF-Sender blieb mit 74 Prozent stabil, wobei die öffentlich-rechtlichen Regionalsender (stabil mit 35 Prozent) knapp vor Ö3 (2019: 33 Prozent, 2018: 31 Prozent) lagen. Die Privatsender erzielten gemeinsam 25 Prozent Marktanteil (2018: 26 Prozent), die RMS-Sender ebenso. In der jüngeren Zielgruppe stehen 65 Prozent Marktanteil (2018: 64 Prozent) für die ORF-Radios 36 Prozent (37 Prozent) für die Privatradios gegenüber (35 Prozent für die RMS-Top). Ö3 kommt auf 43 Prozent (40 Prozent), Kronehit auf 12 Prozent (14 Prozent) und die ORF-Regionalsender lagen wie im Jahr davor bei 18 Prozent.

Neuzugang am österreichischen Privatradiosektor war als zweiter nationaler Sender 2019 Radio Austria. Der Sender der Mediengruppe Österreich nahm im 4. Quartal, konkret am 26. Oktober 2019, seinen Betrieb auf und ist im am Donnerstag veröffentlichten Radiotest noch in Kombinationen mit jenen Sendern, die bisher auf den Frequenzen zu hören waren, ausgewiesen.

Salzburg: ORF ist klarer Markführer in Kernzielgruppe

Das ORF-Radio Salzburg darf sich laut Radiotest über starke Reichweitenzugewinne in allen drei ausgewiesenen Altersgruppen freuen und bestätigt damit auch die klare Marktführerschaft in seiner Kernzielgruppe (35+). In dieser Gruppe konnte man 2019 einen Marktanteil von 41 Prozent erreichen. Das bedeutet, dass in diesem Alterssegment mehr als 4 von 10 gehörten Radiominuten auf das Programm von ORF-Radio Salzburg entfallen.


Der Sender konnte aber auch in der Salzburger Bevölkerung ab 10 Jahren bei den Tagesreichweiten von 30,7 Prozent auf 33,8 Prozent zulegen. Damit hört jede dritte Salzburgerin beziehungsweise jeder dritte Salzburger ab 10 Jahren täglich ORF-Radio Salzburg. Das Programm kommt von Montag bis Sonntag auf 216.000 tägliche Hörer. Insgesamt bildet der ORF Salzburg das stärkste regionale Hörfunk-Angebot des Landes. Mit einem Marktanteil von 35 Prozent ist dieser fast doppelt so hoch wie jener aller inländischen privaten Marktbegleiter zusammen, die in Salzburg auf 18 Prozent kommen.


"Die Salzburgerinnen und Salzburger haben ORF-Radio Salzburg mit deutlichem Abstand zur Nummer eins unter den regionalen Radioanbietern im Land gemacht. Es macht uns stolz, denn es ist ein Zeichen dafür, dass unsere Bemühungen die Qualität unseres Programmangebotes weiter zu steigern goutiert werden", sagt ORF Landes-Direktor Christoph Takacs. Und: "Für uns ist das Auftrag und Ansporn, um die Qualitätsstandards mit einem mittelfristig umzusetzenden Maßnahmen-Mix in Richtung Aus- und Weiterbildung, modernster digitaler Infrastruktur und einem wertigen, sowie kreativen Arbeitsumfeld weiter zu heben."

Quelle: APA

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