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ORF-Landesdirektor rechnet ab

Roland Brunhofer verabschiedete sich am Mittwoch offiziell von Salzburg. Bei seiner Abgangsrede fand der 49-Jährige deutliche Worte für die Lokalpolitik, das Proporzsystem des ORF - und für seinen Chef.

ORF-Landesdirektor rechnet ab SN/christian sprenger
„Jeder der mich kennt, weiß, dass mich Fouls nur motivieren“, sagte Noch-ORF-Landesdirektor bei seiner Abschiedsansprache.„Jeder der mich kennt, weiß, dass mich Fouls nur motivieren“, sagte Noch-ORF-Landesdirektor bei seiner Abschiedsansprache.

Eine Abschiedsfeier bewegt sich normalerweise zwischen Melancholie und Aufbruch. Bei jener von ORF-Landesdirektor Roland Brunhofer stand spürbar mehr im Raum. Am Dienstagabend wurde im Salzburger Landesstudio der Abgang Brunhofers zelebriert. Den Anfang machten ein Mitarbeiter video und Dankesreden: Die gute Arbeit wurde gehuldigt, die Werbepartner bedankten sich aber auch deutlich dafür, dass für sie offenbar das ORF-Gesetz gedehnt wurde. Im Anschluss folgte die Abschiedsrede des Landesdirektors. Und bei dieser wurde deutlich, dass das einst enge Verhältnis zu Generaldirektor Alexander Wrabetz deutlich gelitten hat. "Normalerweise muss man zuerst sterben, bevor man so gelobt wird. Oder man geht jemandem so auf den Nerv, dass er einen weglobt", sagte Brunhofer bei seiner Rede vor Kunden, Partnern und Freunden. "Gestorben bin ich noch nicht. Weggelobt wurde ich ausreichend."

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