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ORF-Programm 2017 mit hoher Dosis G'fühl und Heimat

Das ORF-Fernsehen wird in der kommenden Saison mit starken Akzenten auf österreichische Eigenproduktionen heimelig und heimatlich.

ORF-Programm 2017 mit hoher Dosis G'fühl und Heimat SN/orf/ramstorfer
Auch die „Vorstadtweiber“ gehen in eine neuen Runde.

"So eigenständig wie möglich, so kreativ wie möglich, so ausdrucksstark wie möglich" wolle man sein, erklärte Fernsehdirektorin Kathrin Zechner am Donnerstag bei der Presse-Präsentation der Highlights 2017. "Wir sind Heimat", verspricht der Trailer, der am Donnerstagabend bei der großen Programmparty auch der Werbebranche Lust auf ORF-Content machen soll. Und mehr noch: Man biete "Heimat inmitten einer wilden Welt". Bewährte Eigenproduktionen wie die "Vorstadtweiber" oder die "Landkrimis" gehen in eine nächste Runde. Der Österreich-Anteil in der "DOKeins"-Schiene soll ausgebaut werden - unter anderem mit der Produktion "Settele (Hanno, Anm.) sucht die Heimat".

Elizabeth T. Spira wird "Heimatgeschichten" erzählen, heimische Comedy weiter akzentuiert werden und das "Bürgeforum" im Anlassfall in die Landesstudios gehen. Auch "Universum" und "Universum History" schauen sich ausgiebig im Land um (z.B. Wiener Prater, Salzburg mit Hermann Maier).

"Pregau", "Sacher" und mehr

Mit "Pregau" startet demnächst das Fiction-Highlight des Herbstes, dem Trend zum opulenten Historien-TV trägt man mit der Robert-Dornhelm-Produktion "Das Sacher" Rechnung, der Event-Dreiteiler "Maximilian" von Regisseur Andreas Prochaska wird mit viel Schwertgeklirre und großen Roben wohl auch in Richtung der Anhänger von "Game of Thrones" schielen.

Hollywood-Blockbuster und US-Serien sind natürlich unverzichtbar, doch Zechner ist sich bewusst, dass man sich die nicht im selben Umfang wie die "Großkonzerne" leisten könne. Budgetären Zwängen unterliegt auch der Showbereich. "Die große Chance der Chöre" im Herbst 2016 und "Dancing Stars" im Frühling 2017 sind fix. "Aber wir haben den großen Showbereich sehr stark reduzieren müssen", so die TV-Direktorin. Mit "im Schnitt 40 Millionen Euro weniger Budget ab 2014 kann man nicht Wasser zu Wein machen".

Das herausfordernde Budget

Überhaupt sei das Budget "eine der größten Herausforderungen der letzten zehn Jahre", räumte Zechner, die jüngst als Programmdirektorin wiederbestellt wurde, ein. "Wir sprechen von einer veritablen Herausforderung." Die aktuellen Finanzverhandlungen würden auch nicht leichter durch den Umstand, dass nicht klar ist, ob der ORF heuer eine Gebührenanpassung genehmigt bekommt. Von der zuletzt wieder gehörten Kritik an einer "Marktverzerrung" durch die ORF will Zechner nichts wissen: Immerhin gebe es ja auch einen gesetzlichen Programmauftrag, "den ich übrigens zutiefst schätze und richtig finde".mmauftrag, "den ich übrigens zutiefst schätze und richtig finde".

Quelle: APA

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