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ORF: "Putsch" im Stiftungsrat angeprangert

ORF-Zank um "Sommergespräche" und Alexandra Meissnitzer.

Der ORF polarisiert – dieser Tage wohl mehr denn je. SN/APA (Archiv/JÅ ger)/ROBERT JAEGER
Der ORF polarisiert – dieser Tage wohl mehr denn je.

Der Nationalratswahlkampf ist im ORF-Stiftungsrat angekommen. Wie erwartet war bei der Sitzung am Donnerstag die Moderation der "Sommergespräche" ein Thema, nach Meinung von Heinz Lederer (SPÖ) und Norbert Steger (FPÖ) jedoch wenig mehr als eine Scheindiskussion. Steger skizzierte seine Pläne für eine ORF-Reform und freute sich: "Bis zum neuen Gesetz ist es nicht mehr lang" - in Hinblick auf mögliche Koalitionsverhandlungen seiner Partei.

Die 35 Mitglieder des Stiftungsrats würde Steger auf zwölf reduzieren, die Länder sollten einen "Beirat" erhalten, der ein Mitglied entsende. Dass sich die Länder-Stiftungsräte jüngst quasi auf eigene Faust trafen, ist für Steger schlicht ein "Putsch".

Das erboste das Kärntner Mitglied Siggi Neuschitzer: "Wenn sich neun Stiftungsräte Gedanken und Sorgen über die Landesstudios machen und dann ein Wiener Stiftungsrat von ,Putsch' spricht, dann weiß ich nicht, ob der noch richtig in diesem Gremium ist."

"Persönliche Verunglimpfung" von Journalisten

SPÖ-Freundeskreis-Leiter Heinz Lederer sagte, er habe das "Gefühl", dass "in Zeiten des Wahlkampfs" nicht nur "persönliche Verunglimpfung" von Journalisten, namentlich Leitner, betrieben werde, sondern generell ein Vorstoß in Richtung Reglementierung der ORF-Journalisten versucht werde.

Zum Auftritt von Ski-Co-Kommentatorin Alexandra Meissnitzer bei der Präsentation des ÖVP-Wahlprogramms hieß es vonseiten des ORF, "der Auftritt war weder bekannt noch wäre er genehmigt worden. Es wird ein Gespräch mit Alexandra Meissnitzer geben, um sie entsprechend zu sensibilisieren."

Quelle: SN, Apa

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