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ORF-"Report"-Chef Wagner klagt FPÖ wegen übler Nachrede

Der Sendungsverantwortliche der ORF-Sendung "Report", Wolfgang Wagner, hat den FPÖ-Parlamentsklub wegen übler Nachrede geklagt.

 SN/APA/GEORG HOCHMUTH

Grund dafür ist eine Aussendung vom 6. Februar 2019, in der FPÖ-Mediensprecher Hans-Jörg Jenewein dem Journalisten etwa "Gesinnungsjournalismus" vorgeworfen hatte. Das gab der FPÖ-Klub am Mittwoch via OTS-Aussendung auf Gerichtsanordnung bekannt.

Jenewein hatte im Februar ein Interview Wagners mit Bundespräsident Alexander Van der Bellen zum Anlass genommen, den "Report"-Chef scharf zu attackieren. Das Interview mit Van der Bellen sei ein "Negativbeispiel von typischem Gesinnungsjournalismus" gewesen, erklärte Jenewein damals. Der Moderator hätte "in penetranter und politisch-motivierter Art und Weise" versucht, "seine persönliche Agenda abzuarbeiten und jene Antworten zu bekommen, die man von linker Seite so gerne gehört hätte", so der FPÖ-Abgeordnete.

Jenewein bezeichnete die Interviewführung als "ungeheuerlich", diese habe "mit Objektivität nichts zu tun" und erinnerte "vielmehr an die ehemalige DDR-Nachrichtensendung 'Aktuelle Kamera' denn an eine Informationssendung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks". Darüber hinaus warf er Wagner vor, nicht objektiv zu sein. Dieser habe mit seiner "plumpen Interviewführung" als einziges Ziel gehabt, Van der Bellen einen "negativen Sager" über die FPÖ zu entlocken, meinte Jenewein.

Wagner sah in den Äußerungen die Verwirklichung des Tatbestandes der üblen Nachrede und verklagte den Freiheitlichen Parlamentsklub zur Zahlung einer Entschädigung nach § 6 Mediengesetz. Das medienrechtliche Verfahren ist anhängig.

Quelle: APA

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