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ORF und Unitel starten Klassikportal fidelio

Der ORF und das Filmproduktionsunternehmen Unitel haben am Donnerstag das Klassikportal fidelio gestartet. <a href="http://myfidelio.at" title="fidelio" rel=nofollow target="_blank">fidelio</a> funktioniert nach dem Vorbild von Streaming-Plattformen wie Flimmit oder Netflix und bietet am Fernseher via Amazon Fire TV, Computer, Tablet oder Smartphone Klassikinhalte.

Die Kunden können dabei auf einen vorprogrammierten 24-Stunden-Kanal, einen Live-Kanal mit mehreren herausragenden Konzert- oder Opern-Ereignissen monatlich, ein Klassik-Archiv, das zu Beginn mit mehr als 500 Programmstunden aufwartet, sowie eine Editorial-Schiene mit Hintergrundinformationen zugreifen. Zur Verfügung stehen Aufnahmen aus sieben Jahrzehnten, von Barock über die Wiener Klassik, Romantik bis in die Moderne sowie Live-Übertragungen von renommierten Festivals und großen Opern- und Konzerthäusern.

"Wir sind einer der führenden Produzenten von Kulturinhalten. Da war es naheliegend, dieses digitale Angebot zu erschließen", erklärte ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz bei der Präsentation des Portals. "Wir werden mit Netflix bei Serien nicht konkurrieren können, in der Klassikwelt ist das etwas anderes. Bei Musik ist Österreich Weltmarktführer", so Wrabetz. Zugleich sprach der ORF-General eine "Warnung" an alle Klassikfans aus: "Diese Plattform hat Suchtfaktor."

Unitel-Geschäftsführer Jan Mojto kündigte das Beste aus der Welt der klassischen Musik an. "Es ist über 50 Jahre ein Programmstock entstanden, der einmalig in der Welt ist." Zu den Archivschätzen zählt etwa die von Wilhelm Furtwängler dirigierte legendäre "Don Giovanni"-Inszenierung von den Salzburger Festspielen 1954.

Erstes fidelio-Live-Event ist am 25. September das erste von jährlich drei fixierten Abonnement-Konzerten der Wiener Philharmoniker aus dem Musikverein.

Philharmoniker-Vorstand gibt sich begeistert

Philharmoniker-Vorstand Andreas Großbauer zeigte sich denn auch erfreut über die Zusammenarbeit. "Die Menschen können bei uns durch dieses Guckloch fidelio hineinschauen", sagte Großbauer. Zu den Kooperationspartnern von fidelio zählen bisher neben Philharmonikern und Wiener Musikverein die Wiener Symphoniker, das RSO des ORF, das Wiener Konzerthaus, das Festival Grafenegg, ORF III und das Kulturradio Ö1. Gespräche mit weiteren potenziellen Partnern laufen.

fidelio kann die ersten sieben Tage gratis getestet werden, danach gibt es drei Abo-Modelle. Das Angebot ist für ein Monat, drei Monate oder gleich ein ganzes Jahr abonnierbar. Monatlich kostet fidelio 14,90 Euro, im Quartal 41 Euro, der Jahrespreis beträgt 149 Euro. "Wir demokratisieren hier die Klassik-Welt", sagte ORF-Finanzdirektor Richard Grasl bei der Präsentation. Jeder der ein fidelio-Abo löse, könne sich eine Vielzahl an Konzerten oder Opern ansehen. Im ersten Jahr will man eine vierstellige Abonnentenzahl erreichen. Abgewickelt wird fidelio über die Klassik Digital Vertriebs-GmbH, an der Unitel und der ORF mit je 50 Prozent beteiligt sind. Als Geschäftsführer fungieren Alexandra Fida (ORF) und Johannes Everding (Unitel).

Quelle: APA

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