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ORF-Wahl: Es bleibt beim Duell Wrabetz gegen Grasl

Die Nachfrist für weitere Kandidaten ist Montagmittag ohne Nachnominierungen durch einen der 35 Stiftungsräte verstrichen. Acht Personen hatten sich bis Ende vergangener Woche für den Posten als ORF-Chef beworben. Das Rennen entscheidet sich aber wohl zwischen dem bisherigen ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz und ORF-Finanzdirektor Richard Grasl.

ORF-Wahl: Es bleibt beim Duell Wrabetz gegen Grasl SN/APA/ERWIN SCHERIAU
Richard Grasl tritt gegen Alexander Wrabetz an.

Bis Freitagmittag kann jedes Mitglied des Stiftungsrats Nominierungen für das Hearing im obersten ORF-Gremium einbringen. Es ist davon auszugehen, dass dafür nur Wrabetz und Grasl genannt werden. Hearing und Wahl des Generaldirektors finden am 9. August statt. Die 35 Stiftungsräte wählen den neuen ORF-Chef in offener, nicht geheimer Abstimmung. Abgestimmt wird dabei nur über jene Bewerber, die am offiziellen Hearing teilgenommen haben.

18 Stimmen sind für eine Mehrheit notwendig. Die Mitglieder des Gremiums werden von Regierung, Parteien, Bundesländern, ORF-Publikumsrat und Betriebsrat beschickt und sind - abgesehen von wenigen Ausnahmen - in parteipolitischen "Freundeskreisen" organisiert. SPÖ und ÖVP können derzeit auf je 13 Vertreter zählen. FPÖ, Grüne, NEOS und Team Stronach haben je einen Stiftungsrat. Der von BZÖ/FPK bestellte und von der SPÖ-geführten Landesregierung verlängerte Kärntner Stiftungsrat sowie vier Unabhängige komplettieren das Gremium.

Knappes Ergebnis erwartet

Wegen der knappen Mehrheitsverhältnisse ist der Ausgang der Abstimmung offen. Den Ausschlag dürften die Vertreter der Opposition sowie die Unabhängigen im obersten ORF-Gremium geben. Bereits am 8. August findet eine von ORF III übertragene öffentliche Präsentation mit den Bewerbern statt.

Am morgigen Dienstag gibt es hinter verschlossenen Türen eine Art inoffizielles Oppositions-Hearing. Die Stiftungsräte Wilfried Embacher (Grüne), Hans Peter Haselsteiner (NEOS) und Günter Leitold (Team Stronach) haben sich zusammengetan und treffen Wrabetz und Grasl, um mehr über deren Bewerbungskonzepte zu erfahren.

Quelle: APA

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