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Papageno-Medienpreis geht an Ursula Theiretzbacher

Papageno-Medienpreis für suizidpräventive Berichterstattung zum zweiten Mal verliehen. Im Vorjahr wurde SN-Redakteur Thomas Hödlmoser ausgezeichnet.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober und Preisträgerin Ursula Theiretzbacher SN/bka
Gesundheitsminister Rudolf Anschober und Preisträgerin Ursula Theiretzbacher

Der heurige, nach der Premiere 2019 bereits zum zweiten Mal verliehene, Papageno-Medienpreis für suizidpräventive Berichterstattung geht an Ursula Theiretzbacher für ihren im Ö1 - Journal Panorama ausgestrahlten Beitrag "Tabuthema Suizid: Reden hilft". "Journalistinnen und Journalisten beeinflussen durch die Art und Weise einer Reportage über Suizid auch die gesellschaftliche Wahrnehmung des Themas. Der Siegesbeitrag zeigt eindrucksvoll, wie Medienberichterstattung dazu beitragen kann, Suizide zu verhüten", erklärte Gesundheitsminister Rudolf Anschober anlässlich der Preisverleihung, die am Welttag der Suizidprävention stattgefunden hat.

Jährlich sterben in Österreich mehr als doppelt so viele Menschen durch Suizid (1209 im Jahr 2018) wie durch Verkehrsunfälle, das sind täglich mehr als drei Suizid-Tote in Österreich. Suizid ist bei unter 50-Jährigen in Österreich eine der häufigsten Todesursachen, in der Altersgruppe 15-29 Jahre sogar die zweithäufigste. Gleichzeitig ist Suizid eine der wichtigsten vermeidbaren Todesursachen. Seit dem Jahr 2012 wurde eine Reihe von Maßnahmen des nationalen Suizidpräventionsprogramms SUPRA (Suizidprävention Austria) umgesetzt.

Die Auslobung des Papageno-Medienpreises durch das Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMSGPK) ist eine der Maßnahmen des österreichischen Suizidpräventionsprogramms (SUPRA). Als Mitveranstalter konnten die Österreichische Gesellschaft für Suizidprävention (ÖGS), die Wiener Werkstätte für Suizidforschung sowie das Kriseninterventionszentrum Wien gewonnen werden. Der Preis wird jährlich anlässlich des Welttages der Suizidprävention (10. September) vergeben und ist mit 5000 Euro dotiert. Im Vorjahr wurde SN-Redakteur Thomas Hödlmoser ausgezeichnet.

Quelle: SN

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