Medien

Podiumsdiskussion: Wie es den Medien in der Krise geht

Politiker und Journalisten diskutieren zu Forschungsergebnissen von Uni-Salzburg-Studenten.

Die Studierenden beschäftigen sich Herausforderungen der Medienbranchen, wie dem Zeitungssterben, dem Vertrauen in Nachrichten oder dem Medienfrust.  SN/michaela jahn
Die Studierenden beschäftigen sich Herausforderungen der Medienbranchen, wie dem Zeitungssterben, dem Vertrauen in Nachrichten oder dem Medienfrust.

Zeitungssterben, Digitalisierung, Corona: Die Medienbranche steht vor zahlreichen Herausforderungen. Diesen widmeten sich Masterstudierende der Universität Salzburg: Im Rahmen einer virtuellen Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Politik und Medienbranche präsentierten Studierende des Fachbereichs Kommunikationswissenschaft die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeiten unter Leitung von Josef Trappel und Stefan Gadringer. Auf dem Podium stellten sich Nina Horaczek, Chefreporterin des "Falter", Ralf Hillebrand, SN-Ressortleiter Medien und Wissenschaft, Journalistikprofessor Rudolf Renger, Eva Blimlinger, Nationalratsabgeordnete und Mediensprecherin der Grünen, sowie SN-Geschäftsführer Maximilian Dasch den Fragen der Forschungsgruppe. "Mich hat positiv überrascht, wie viele Länder die Studierenden untersucht haben", sagte Journalistikprofessor Rudolf Renger. So stellte ein Forschungsteam seine Ergebnisse zur Mediennutzung in Großbritannien vor. Dort vertrauen politisch rechts stehende Personen den Medien eher als politisch links orientierte. "Das Ergebnis bestätigt meine Recherchen der vergangenen Wochen", sagte "Falter"-Reporterin Horaczek.

Die Untersuchung amerikanischer Zeitungen ergab, dass zwei Drittel dieser im Wahlkampf Partei für Joe Biden ergriffen. Andere Studierende untersuchten die Zahlungsbereitschaft für Onlinemedien. "Was ist den Lesern die Qualität ihrer Nachrichten wert?", wollten drei Studentinnen wissen. Ihr Ergebnis: "Im Schnitt zwischen zehn und 15 Euro monatlich." Zudem sei in der Coronakrise der Medienkonsum gestiegen. Das bestätigte SN-Geschäftsführer Maximilian Dasch: "In der Krise hat die Zahl der Zugriffe auf die Digitalangebote exorbitant zugenommen. Ich bin aber auch zuversichtlich, dass wir noch lange in einem Printland leben."

Aufgerufen am 12.08.2022 um 07:26 auf https://www.sn.at/panorama/medien/podiumsdiskussion-wie-es-den-medien-in-der-krise-geht-98930587

Kommentare

Schlagzeilen