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Schweden schickt Ecuador Fragen für Assange-Verhör

Ecuadors Staatsanwaltschaft hat von ihren schwedischen Amtskollegen die Fragen für den Verhör des Wikileaks-Gründers Julian Assange erhalten.

Schweden schickt Ecuador Fragen für Assange-Verhör SN/APA (AFP)/BEN STANSALL
Assange lebt seit dreieinhalb Jahren in der Botschaft Ecuadors.

"Das hindert die ecuadorianische Staatsanwaltschaft keinesfalls daran, ihre eigenen Fragen zu stellen", sagte Ecuadors Generalstaatsanwalt Galo Chiriboga am Dienstag.

Der Australier Assange soll zum Vorwurf der Sexualdelikte Stellung nehmen. Er hält sich seit über vier Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London auf, um einer Auslieferung nach Schweden zu entgehen. Er befürchtet, von dort in die USA ausgeliefert zu werden, wo ihm eine Verurteilung für die Enthüllungen der Plattform Wikileaks droht. Aus dem Grund haben sich Schweden und Ecuador darauf geeinigt, Assange am 17. Oktober im Botschaftsgebäude zu befragen.

Der Staatsanwalt Wilson Toainga werde das Verhör auf Spanisch mit Übersetzern durchführen, kündigte Chiriboga an. Auch die Schwedinnen Ingrid Isgren von der Staatsanwaltschaft von Västeras und Cecilia Redell von der Stockholmer Kriminalpolizei sollen anwesend sein. Diese hätten das Recht, ebenfalls Fragen an Assange zu stellen, "aber diese Fragen bewertet die ecuadorianische Staatsanwaltschaft."

Quelle: Dpa

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