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Sky verliert Champions-League-Rechte in Deutschland, Entscheidung für Österreich wohl am Montag

Nach wochenlangem Poker um die TV-Rechte steht fest, dass in Deutschland künftig DAZN und Amazon die Fußball-Champions-League zeigen. Pay-TV-Sender Sky ist außen vor, während das ZDF noch verhandelt.

Wer künftig Spiele wie jenes von Red Bull Salzburg gegen Liverpool sehen will, muss sich wohl ein DAZN- oder Prime-Abo holen. Oder ins Stadion gehen. SN/APA/AFP/JOE KLAMAR
Wer künftig Spiele wie jenes von Red Bull Salzburg gegen Liverpool sehen will, muss sich wohl ein DAZN- oder Prime-Abo holen. Oder ins Stadion gehen.

Ab der Saison 2021/22 ist die Fußball-Champions-League in Deutschland fast nur noch im Internet zu sehen. Der Bezahlsender Sky konnte sich mit der Europäischen Fußball-Union (UEFA) nach knapp 20-jähriger Zusammenarbeit nicht auf eine weitere Kooperation einigen. Das bestätigte Sky am Donnerstag. Nach Informationen deutscher Medien hat sich der Streamingdienst DAZN die weiteren Rechte zur Übertragung der Fußball-Königsklasse gesichert, nachdem Amazons Streamingdienst Prime Video bereits den Zuschlag für das Top-Spiel am Dienstag erhalten hatte.

Die Endspiele werden allerdings von 2022 bis 2024 im ZDF zu sehen sein - und damit wieder im frei empfangbaren Fernsehen. Über ein Medienpaket für eine Höhepunkte-Sendung am Mittwochabend werde indessen noch verhandelt. Dies bestätigte ZDF-Sprecher Alexander Stock.

Bereits Anfang der Woche hatte Amazon seinen Einstieg in die Königsklasse ab 2021/2022 bekanntgegeben. Demnach wird das Topspiel des Dienstagabends ausschließlich beim Streamingdienst des US-Internetriesen zu sehen sein. Nach dem Verkauf des ersten Rechtepakets ging es in eine neue Bieterrunde. Und in der der standen vor allem die derzeitigen Sendelizenzinhaber Sky und DAZN unter Druck.

Seit der Spielzeit 2018/19 und noch bis 2020/21 ist die Königsklasse sowohl in Deutschland als auch in Österreich ausschließlich bei Pay-TV-Sender Sky und dem ebenfalls kostenpflichtigen Streamingdienst DAZN zu sehen. Somit bleibt für die laufende und die kommende Saison alles, wie es ist. Ob die Änderungen ab 2021 schließlich ebenso für Österreich gelten, ist noch nicht bekannt. Wie aus der Branche zu hören ist, soll die Entscheidung, wer hierzulande künftig die Champions League überträgt, am Montag fallen. Dass das Model aber ähnlich wie jenes in Deutschland sein wird, ist wahrscheinlich.

Somit würde sich auch in Österreich ein Trend bestätigen, mit dem Fußball-Fans immer stärker leben müssen. Statt eines Kabel- oder Satellitenanschlusses brauchen die Freunde des runden Balls eine schnelle Internetverbindung. Zudem wird der Markt unübersichtlicher: Immer mehr Abonnements sind nötig, um alle Spiele eines Wettbewerbs sehen zu können. In Deutschland gingen etwa erst vor Kurzem die Rechte für die Fußball-EM 2024 an die Streamingdienste der Deutschen Telekom.

Quelle: SN-Hill, Dpa

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