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"Spiegel"-Skandal: Relotius schrieb auch für "profil"

Der Aufreger um Claas Relotius schwappt nach Österreich: Der "Spiegel"-Reporter, der jahrelang Artikel gefälscht haben soll, war auch für das "profil" tätig. Die Interviews, die er für das Magazin verfasst hat, dürften aber tatsächlich stattgefunden haben.

 SN/APA/dpa/Kay Nietfeld

Dies schilderte "profil"-Herausgeber Christian Rainer den "Salzburger Nachrichten". Relotius habe 2012/2013 - bevor er "Spiegel"-Reporter wurde - fünf Gespräche für das Magazin geführt, etwa mit Finanzexperte Jean-Claude Trichet, Filmregisseur Emir Kusturica und Schriftsteller T. C. Boyle. "Derzeit gibt es keine Hinweise, dass es zu irgendwelchen Manipulationen gekommen ist", sagte Rainer. Man bleibe aber freilich dran - und recherchiere weiter.

Am Mittwoch war bekannt geworden, dass Claas Relotius (33) in "großem Umfang seine eigenen Geschichten gefälscht und Protagonisten erfunden hat", wie der "Spiegel" online vermeldete. Zumindest 14 Artikel sollen betroffen sein, für die er mehrfach preisgekrönt wurde.

Mittlerweile hat Relotius zumindest seine vier Deutschen Reporterpreise zurückgegeben: Der Autor habe sich per SMS gemeldet und sich entschuldigt, teilte das Reporter-Forum am Donnerstag in Hamburg mit.

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