Medien

Starker Rückgang für Italiens Medienverlage

Italiens Medienbranche spürt keine Zeichen eines Aufschwungs. Bei den neun führenden Medienverlagen in Italien ist der Umsatz im Zeitraum 2011 bis 2015 um 32,6 Prozent auf 3,9 Mrd. Euro gesunken.

Starker Rückgang für Italiens Medienverlage SN/fotolia/schmitt
Die Printbranche ist keine einfache.

Damit gingen 1,8 Mrd. Euro Umsatz verloren, geht aus einer neuen Studie des Forschungsinstituts der Mailänder Investmentbank Mediobanca hervor. Die Verlagsgruppen sammelten Nettoverluste in Höhe von 2 Mrd. Euro an. 4.500 Jobs gingen in der Medienbranche im genannten Zeitraum verloren, was einem Rückgang von 24,8 Prozent auf 13.090 Mitarbeiter entspricht. Die Investitionen im Medienbereich halbierten sich um 55 Prozent.

Von der Krise am stärksten betroffen ist die börsennotierte Verlagsgruppe RCS Mediagroup, die die namhafte Tageszeitung "Corriere della Sera" und das Sportblatt "Gazzetta dello Sport" herausgibt. Nach dem Verkauf des französischen Verlags Flammarion sank der Umsatz von RCS um 41,2 Prozent. Beim Turiner Verleger Cairo Editore, der im Juli RCS Mediagroup geschluckt hat, betrug der Umsatzrückgang 5,1 Prozent. Dafür stockte Cairo die Mitarbeiterzahl um 13,7 Prozent auf.

Vom Mitarbeiterschwung betroffen waren mehr Angestellte als Journalisten. Bei den Angestellten wurde ein Minus von 30,3 Prozent verzeichnet, bei den Journalisten betrug der Rückgang 11,5 Prozent. Der Anteil der Journalisten an der Gesamtzahl der Mitarbeiter im italienischen Medienverlag stieg dementsprechend von 31,5 Prozent auf 38,3 Prozent.

Quelle: APA

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