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Stiftungsratsvorsitzender Steger kritisiert ORF-Führung als "schwach"

Der freiheitliche Vorsitzende des ORF-Stiftungsrats Norbert Steger rechnet noch heuer mit einem Entwurf für das ORF-Gesetz. Das sagte er bei einem Hintergrundgespräch des Vereins Medienjournalismus Österreich (MÖ).

Wrabetz und Steger. SN/APA/GEORG HOCHMUTH
Wrabetz und Steger.

"Die jetzige Geschäftsführung ist schwach", kritisierte er zugleich die Chefetage am Küniglberg, wo Generaldirektor Alexander Wrabetz amtiert.

Ein Entwurf für das ORF-Gesetz könnte Ende November vorliegen, erklärte Steger, und Anfang 2019 ins Parlament gehen. Einen Beschluss sieht er Mitte bis Ende des nächsten Jahres als möglich an.

FPÖ spricht von "Privatmeinung"

Die FPÖ kann mit den Aussagen von Norbert Steger (FPÖ) zum ORF nichts anfangen, betonte indessen der freiheitliche Mediensprecher Hans-Jörg Jenewein gegenüber der APA. Er bezeichnete Stegers Sager als "Privatmeinung" des Stiftungsrats-Vorsitzenden.

Dass etwa, wie Steger erklärt hatte, im November mit einem Entwurf für ein neues ORF-Gesetz zu rechnen sei, bestätigte Jenewein nicht. "Das ist der Zeitplan des Herrn Steger. Ich weiß nicht, worauf er sich da beruft." Der Zeitplan sei auch "Aufgabe des Parlaments in Zusammenarbeit mit Ministerien und nicht Aufgabe des Vorsitzenden des ORF-Stiftungsrats".

Die Partei habe Steger auch nicht den derzeitigen ORF-Online-Chef Thomas Prantner als künftigen Digitalchef des Öffentlich-rechtlichen "genannt", wie Steger gesagt hatte. "So lange wir kein Gesetz haben, ist es müßig, über Personen zu sprechen", betonte Jenewein. Sein Fazit: ebenfalls Stegers "Privatmeinung". Und schließlich wollte Jenewein sich auch nicht zu Stegers Diagnose, die ORF-Geschäftsführung sei "schwach", äußern: Dies begründe sich "allenfalls in seiner Wahrnehmung als Stiftungsrats-Vorsitzender".

Quelle: APA

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