Medien

Streit um Live-Ticker: Journalistengewerkschaft kritisiert Grassers Anwalt

Die Journalistengewerkschaft hat die jüngsten Vorgänge im Grasser-Prozess als "indiskutabel" bezeichnet.

Die Anwälte Manfred Ainedter (l.) und Norbert Wess. SN/APA/HERBERT NEUBAUER
Die Anwälte Manfred Ainedter (l.) und Norbert Wess.

"Versuche, journalistische Arbeit in welcher Form auch immer einzuschränken, sind indiskutabel", sagte Eike Kullmann, Vorsitzender der Journalistengewerkschaft in der GPA-djp, am Mittwoch zur APA. Solche Versuche kämen einem "Anschlag auf die Pressefreiheit" gleich.

Grassers Anwalt Manfred Ainedter hatte am Mittwoch einen Stopp der Live-Ticker aus dem Gerichtssaal gefordert, Richterin Marion Hohenecker den Antrag auf ein Verbot aber abgelehnt. "Hauptaufgabe der Medien ist es, die Bevölkerung zu informieren: Im gegenständlichen Prozess geht es um Vorgänge, die jeden Steuerzahler betreffen", hielt Kullmann dazu fest.

Zugleich hatte Ainedter Anzeigen gegen die frühere Grünen-Abgeordnete Gabriela Moser wegen eines Interviews bekanntgegeben - und gegen die APA-Redakteurin, die dieses geführt hatte. Auch dies kritisierte Kullmann als "nicht nachvollziehbar" und "absolutes No-Go". Ebenso der APA-Redakteursbeirat: Er wies in einer Aussendung "Einschüchterungsversuche gegen eine APA-Journalistin im laufenden Buwog-Prozess auf das Schärfste zurück". Die Sachverhaltsdarstellung sei "als plumper Angriff auf die Pressefreiheit zu werten".

Aufgerufen am 28.11.2021 um 10:53 auf https://www.sn.at/panorama/medien/streit-um-live-ticker-journalistengewerkschaft-kritisiert-grassers-anwalt-35677882

Kommentare

Schlagzeilen