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Twitter verwendete Nutzerdaten "versehentlich" für Werbung

Der Kurzbotschaftendienst Twitter hat eigentlich für Sicherheitszwecke gedachte private Nutzerdaten für Werbung verwendet. Das Unternehmen erklärte, Telefonnummern und E-Mail-Adressen für die Authentifizierung von Twitter-Kontos seien "versehentlich" für Werbung genutzt worden. Demnach wurden die Nutzerdaten mit jenen von Werbeunternehmen abgeglichen, um zielgerichtete Werbung zu ermöglichen.

Wie viele User betroffen waren, ist unklar SN/APA (dpa)/Fabian Sommer
Wie viele User betroffen waren, ist unklar

"Das war ein Fehler und wir entschuldigen uns", erklärte Twitter. Der Kurzbotschaftendienst beteuerte, die Daten seien nicht mit Partnern außerhalb des Unternehmens geteilt worden. Wie viele Twitter-Nutzer betroffen waren, ist demnach unklar. Das Problem wurde demnach Mitte September behoben.

Facebook hatte vor einigen Monaten ein ähnliches Vorgehen eingeräumt - und der Vorfall wurde auch im Zusammenhang mit der US-Datenschutzstrafe von fünf Milliarden Dollar gegen das Online-Netzwerk erwähnt.

Bei Twitter können Nutzer E-Mail-Adressen und Handy-Nummern hinterlegen, um die sicherere Zwei-Faktor-Anmeldung zu nutzen. Firmen, die Werbung bei Twitter schalten, können wiederum Listen mit Kontaktdaten ihrer Kunden hochladen, um sie auch bei dem Dienst gezielt ansprechen zu können. Die für Sicherheitszwecke hinterlegten E-Mail-Adressen und Telefonnummern seien mit diesen Listen abgeglichen worden, obwohl das nicht hätte passieren sollen, erklärte Twitter. Die Werbekunden hätten aber keinen Zugriff auf diese Daten gehabt.

Quelle: Apa/Ag.

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