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Ungarns Medien auf Partei- und Regierungskurs

Die Einstellung von "Népszabadság" gilt nur als weitere Etappe einer langfristigen Gleichschaltung.

Ungarns Medien auf Partei- und Regierungskurs SN/APA/AFP/ATTILA KISBENEDEK
Gegen die Einstellung von „Népszabadság“ wurde in Ungarn heftig protestiert.Gegen die Einstellung von „Népszabadság“ wurde in Ungarn heftig protestiert.

András Dési hat die Seiten gewechselt. Geduldig antwortet der leitende Redakteur von "Népszabadság" besorgten Kollegen aus Frankreich, Deutschland und Österreich. "80 Prozent unserer Medienlandschaft stehen zumindest indirekt schon unter dem Einfluss von Fidesz, der Partei von Viktor Orbán", sagt der stellvertretende Ressortleiter für internationale Politik. Seit Samstag hat der nationalkonservative Regierungschef noch eine kritische Plattform weniger. Denn "Népszabadság" erscheint nicht mehr. Das Blatt verfügt in Ungarn über eine ähnliche Position wie hierzulande "Der Standard". Nun hat es sein österreichischer Eigentümer zugesperrt. Das bedeutet die "Ausschaltung jener oppositionellen Kräfte, die für die Regierung eine tatsächliche Gegenkraft bedeuten können", sagt die Politologin Melani Barlai von der Andrássy Universität Budapest.

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