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US-Medien erleben Aufwärtstrend durch Trumps Verbalattacken

Mit den Verbalattacken von US-Präsident Donald Trump gegen die Presse registrieren die großen US-Medienunternehmen erstmals seit Jahren wieder einen Aufwärtstrend bei Leser, Hörer- und Zuschauerzahlen. Nachdem Zeitungen, Radio- und Fernsehsender bereits während des Wahlkampfes im vergangenen Jahr ein Wachstum beobachteten, hat sich dieser Trend seit der Amtseinführung Trumps weiter fortgesetzt.

Trump-Mania beschert Medien einen Anstieg bei Abnehmern.  SN/APA (AFP)/DANIEL SORABJI
Trump-Mania beschert Medien einen Anstieg bei Abnehmern.

In den vergangenen Jahren verzeichneten weite Teile des traditionellen Journalismus in den USA Einbrüche. Die Verbalangriffe des neuen Präsidenten auf die Nachrichtenmedien haben aber offenbar zu einem Anstieg der Leser, Hörer- und Zuschauerzahlen geführt. Viele sind überdies bereit, für journalistische Inhalte zu bezahlen.

Während Trump den Nachrichtensender CNN als Überbringer von sogenannten Fake News bezeichnete, stiegen die Zuschauerzahlen des Senders in der Woche seiner Amtsübernahme im Jänner um 94 Prozent an. Die "New York Times" ließ jüngst verlauten, im vierten Quartal 2016 knapp 300.000 neue Abonnenten für ihr Onlineportal gewonnen zu haben.

Experten erklären den Aufwärtstrend damit, dass viele US-Bürger den Wert unabhängiger Medien erkennen. "Wir hören von den Abnehmern, dass es wirklich ein starkes Bedürfnis nach Fakten und Wahrheit gibt", sagte Dan Schaub von der Mediengruppe McClatchy. "Deshalb wenden sie sich dem zu, was sie als gute Marken und glaubhafte Quellen kennen."

Quelle: Apa/Afp

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