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USA fordern Freilassung von Mitarbeitern von Hongkonger Medienportal

Die USA drängen auf die sofortige Freilassung der Mitarbeiter des prodemokratischen Medienunternehmens Stand News in Hongkong. "Wir fordern die Behörden der Volksrepublik China und Hongkongs auf, die freien und unabhängigen Medien in Hongkong nicht länger zu verfolgen und die zu Unrecht inhaftierten und angeklagten Journalisten und Mitarbeiter unverzüglich freizulassen", sagte US-Außenminister Blinken am Mittwoch.

"Indem sie unabhängige Medien zum Schweigen bringen, untergraben China und die lokalen Behörden die Glaubwürdigkeit und Funktionsfähigkeit Hongkongs", betonte Blinken.

Das Medienportal hatte nach der Razzia am Mittwoch sein Aus erklärt. Stand News, das 2014 als gemeinnützige Organisation gegründet wurde, war das bedeutendste verbleibende prodemokratische Medium in Hongkong, nachdem die Boulevardzeitung "Apple Daily" eingestellt und der Herausgeber Jimmy Lai inhaftiert wurde. Das Vorgehen der Behörden auf Grundlage des umstrittenen Sicherheitsgesetzes der Volksrepublik für die Sonderverwaltungszone gibt Anlass zur Sorge über die Pressefreiheit in der ehemaligen britischen Kronkolonie, die 1997 mit dem Versprechen an China übergeben wurde, dass ihre Freiheiten einschließlich einer freien Presse geschützt werden.

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