Medien

"Was zählt, ist die Geschichte"

Elisabeth Bumiller, Leiterin der Washington-Redaktion der "New York Times", über Donald Trump, Medien und Leser.

"Was zählt, ist die Geschichte" SN/AP
Die „New York Times“ hat sich im US-Wahlkampf offiziell zu Hillary Clinton bekannt.Die „New York Times“ hat sich im US-Wahlkampf offiziell zu Hillary Clinton bekannt.

SN: In elf Tagen wählt Amerika einen neuen Präsidenten. Wie schaut Ihr Resümee des bisherigen Wahlkampfs aus?
Elisabeth Bumiller: Wenn man sich die Umfragen ansieht, dann hatte Donald Trump einen wirklich guten September. Er war sehr diszipliniert und hat sich an die Vorgaben seiner Berater gehalten. Aber seit dem Moment, als jenes Video erschien, in dem er vulgär damit prahlt, wie er Frauen anmacht, und er von mehreren Frauen sexueller Übergriffe bezichtigt wurde, gehen seine Umfragewerte deutlich zurück. Dennoch: Es sind noch einige Tage bis zur Wahl - warten wir, was passiert.
SN: Sie haben die sexuellen Übergriffe angesprochen. Die "New York Times" hat als erste Zeitung über die Geschichte zweier Frauen berichtet, die Vorwürfe gegen Trump erhoben haben. Gab es je Bedenken, diese Geschichte zu veröffentlichen?
Ich war nicht die Verantwortliche für die Geschichte. Aber wenn man Frauen hat, die dies belegen können, dann gibt es keine Zweifel.

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