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Weinendes Flüchtlingskind an US-Grenze Weltpresse-Foto 2018

Das Foto eines weinenden Flüchtlingskindes an der Grenze der USA ist das Weltpresse-Foto des Jahres 2018. US-Fotograf John Moore gewann damit den renommierten "World Press Photo"-Wettbewerb, wie die Jury am Donnerstagabend in Amsterdam bekannt gab. Moore hatte die Szene im US-Staat Texas im Juni 2018 festgehalten.

Hut ab vor dieser Idee: Falkenzüchter Howard Waller (Elgin/Schottland) hat sich eine besondere Mütze aufgesetzt. Diese soll der im Hintergrund lauernde Falkenmann befliegen und dann dortselbst seinen Samen abgeben. In der Kategorie Naturgeschichten hat dafür Brent Stirton (National Geographic Magazine) den ersten Preis abgesahnt. Helft den armen Vögeln...  SN/AP
Hut ab vor dieser Idee: Falkenzüchter Howard Waller (Elgin/Schottland) hat sich eine besondere Mütze aufgesetzt. Diese soll der im Hintergrund lauernde Falkenmann befliegen und dann dortselbst seinen Samen abgeben. In der Kategorie Naturgeschichten hat dafür Brent Stirton (National Geographic Magazine) den ersten Preis abgesahnt. Helft den armen Vögeln...
Fotogeschichte des Jahres: Ein Bild aus der Serie von Pieter Ten Hoopen mit der „Migranten-Karawane“ bei Tapanatepec (Mexiko).  SN/ap/world press photo foundation
Fotogeschichte des Jahres: Ein Bild aus der Serie von Pieter Ten Hoopen mit der „Migranten-Karawane“ bei Tapanatepec (Mexiko).
Sehr komisch: Schülerinnen eines Gynmasiums in Dmitrow (Russland) brechen vor einer Aufführung in schallendes Gelächter aus. Die Fotografin Sarah Blesener war dabei.   SN/ap/world press photo foundation
Sehr komisch: Schülerinnen eines Gynmasiums in Dmitrow (Russland) brechen vor einer Aufführung in schallendes Gelächter aus. Die Fotografin Sarah Blesener war dabei.
Eine Frau bettelt am 22. Mai vor einem Geschäft in Azzan (Jemen) um Almosen – Lorenzo Tugnoli veröffentlichte diese Aufnahme in der Washington Post.  SN/ap/world press photo foundation
Eine Frau bettelt am 22. Mai vor einem Geschäft in Azzan (Jemen) um Almosen – Lorenzo Tugnoli veröffentlichte diese Aufnahme in der Washington Post.
Reform: Irland debattiert seine strengen Abtreibungsgesetze. Megan Scott hat sich als Irlands Nationalheilige St. Brigid kostümiert und tritt in der Innenstadt von Dublin für eine Liberalisierung ein. Olivia Harris war am 21. April mit der Kamera zur Stelle.  SN/ap/world press photo foundation
Reform: Irland debattiert seine strengen Abtreibungsgesetze. Megan Scott hat sich als Irlands Nationalheilige St. Brigid kostümiert und tritt in der Innenstadt von Dublin für eine Liberalisierung ein. Olivia Harris war am 21. April mit der Kamera zur Stelle.
Ein weiteres preisgekröntes Bild: Chris McGrath fotografierte den Medienansturm vor dem saudiarabischen Konsulat in Istanbul nach dem Mord an dem Journalisten Jamal Kashoggi.  SN/ap/world press photo foundation
Ein weiteres preisgekröntes Bild: Chris McGrath fotografierte den Medienansturm vor dem saudiarabischen Konsulat in Istanbul nach dem Mord an dem Journalisten Jamal Kashoggi.

Eine junge Frau aus Honduras, die in den USA Asyl beantragen wollte, war gemeinsam mit ihrer kleinen Tochter an der Grenze aufgegriffen worden. Während das Mädchen weinte, wurde die Mutter durchsucht.

Tausende Kinder waren im Sommer 2018 von der Grenzpolizei von ihren Eltern getrennt und interniert worden. Nach heftigen, auch internationalen Protesten hatte US-Präsident Donald Trump die Praxis der Familientrennung von Flüchtlingen wieder aufgegeben. Das Mädchen auf dem Foto war nach Angaben der US-Behörden nicht von seiner Mutter getrennt worden.

Die Vorsitzende des Wettbewerbs, Whitney C. Johnson, sprach von einem "überraschenden, einzigartigen und relevanten Foto." Jury-Mitglied Alice Martins würdigte die Bildsprache: "Das Bild zeigt eine andere, psychologische Art der Gewalt."

John Moore arbeitet für die Agentur Getty Images. Der erste Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Die Jury hatte Preise in verschiedenen Kategorien vergeben. Eine Ausstellung aller ausgezeichneten Fotos wird in zahlreichen Ländern zu sehen sein. Rund 4.700 Fotografen hatten sich mit fast 80.000 Fotos an dem Wettbewerb beteiligt.

Der erste Preis für eine Foto-Serie, die Foto-Geschichte des Jahres, ging an den Niederländer Pieter Ten Hoopen. Er hatte die rund 7000 Migranten aus Mittelamerika dokumentiert, die im Oktober 2018 in einer "Karawane" zur US-amerikanischen Grenze gezogen waren.

Quelle: Apa/Dpa

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