Medien

Wie Frankreichs Medien mit dem Terror umgehen

Mit dem Terror an der Côte d'Azur hat sich auch die Art der Berichterstattung in Frankreich geändert.

Wie Frankreichs Medien mit dem Terror umgehen SN/liberation
Direkt nach Nizza fragte die linksliberale „Libération“ schlicht „Warum?“.Direkt nach Nizza fragte die linksliberale „Libération“ schlicht „Warum?“.

Es ist 22.45 Uhr, als der Lkw in die feiernde Menschenmasse auf der Strandpromenade in Nizza rast. Die Informationen sind zunächst spärlich, die Verunsicherung groß. "Die Medien mussten unglaublich schnell reagieren, obwohl der Anschlag so komplex und immer noch frisch war", beschreibt Hélène Servel. Die freie Journalistin aus Marseille arbeitet etwa für die Tageszeitung "Reporterre". Sie und ihre Kollegen sind auch eine Woche nach dem Terror von Nizza so stark gefordert wie selten zuvor. Doch wie gehen die französischen Medien mit der Terrorbedrohung um? Und wie kann man über solch ein dramatisches Ereignis überhaupt angemessen berichten? Servel hält es für ihre Verantwortung, keine Panik und Misstrauen zu verbreiten, sondern Verständnis und Abstand. "Ich denke, dass wir in eine Phase kommen, in der Angst omnipräsent wird. Ich hoffe, dass es die Medien schaffen, die Realität noch besser verständlich zu machen."

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