Medien

Wie Wrabetz den ORF umbauen will

Generaldirektor Alexander Wrabetz präsentierte dem Stiftungsrat seine Pläne für die künftige Struktur des ORF. Dabei soll der frühere Salzburger Landesdirektor eine zentrale Rolle spielen.

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz. SN/orf/ramstorfer/picturedesk.com
ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz.

Wenn nicht gerade ein neuer Generaldirektor gewählt wird, bestimmen die Sitzungen des ORF-Stiftungsrats nur selten die Schlagzeilen. Doch vor der Zusammenkunft des obersten Aufsichtsgremiums gestern, Donnerstag, war dies anders. Seit Tagen protestieren vor allem die ORF-Fernsehredakteure gegen kolportierte Umbaupläne der TV-Information. Dass ORF-Boss Alexander Wrabetz sie nicht von seinen Pläne informiert habe, störte die Journalisten besonders. Sogar eine eigene Resolution wurde erlassen, in der Wrabetz von der Redakteursversammlung aufgefordert wurde, "allen betroffenen Redaktionen die Strukturreform zu präsentieren". Nach der Sitzung des Stiftungsrats scheint nun zumindest klar, wer auch in Zukunft die inhaltliche Macht über die Information haben wird. Wie die SN erfahren haben, sollen sich um die redaktionellen Belange weiterhin die jeweiligen Chefredakteure kümmern. Channel-Manager für ORF eins und ORF 2 soll es aber dennoch geben. Diese sollen aber primär die Programmstruktur und die Finanzen verantworten. Die neu geschaffenen Posten werden wie erwartet Anfang April ausgeschrieben. "Das Budget ist natürlich dem Channel zugeordnet", skizzierte Wrabetz die künftigen Machtkonstellationen im ORF-Fernsehen. Aber freilich mit "Zielvorgaben" und genauer Beschreibung der Ausrichtung der Channels. Die "Letztentscheidung" werde aber TV-Direktorin Kathrin Zechner haben bzw. das gesamte ORF-Direktorium. Und auch die Position von Zechner wird sich ändern: Laut SN-Information wird sich Zechner in Zukunft primär um die strategische Planung kümmern.

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