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"Wiener Zeitung": Redaktion stimmte Chefredakteur Hämmerle zu

In der "Wiener Zeitung" hat heute die statutengemäße Abstimmung über die Verlängerung des Vertrags von Chefredakteur Walter Hämmerle bis Ende 2022 stattgefunden.

Laut Redaktionsbeirat haben "100 Prozent der anwesenden Redakteurinnen und Redakteure dafürgestimmt". "Wir sehen dies als klares Signal der Redaktion, gemeinsam mit Dr. Hämmerle in eine positive Zukunft auch für die Tageszeitung zu gehen", wurde Tamara Arthofer, die Vorsitzende des Redaktionsbeirats, zitiert.

Die JournalistInnengewerkschaft gratulierte umgehend "zu diesem eindrucksvollen Ergebnis". Das Ergebnis sei zugleich ein Auftrag an die Geschäftsleitung der "Wiener Zeitung", aber auch an die Bundesregierung als Eigentümervertreterin, "ein klares Bekenntnis und entsprechende Aktivitäten zur Sicherstellung der 'Wiener Zeitung' als Tageszeitung in gedruckter Form auch über das Jahr 2022 hinaus zu tätigen".

Die älteste Tageszeitung der Welt steht nach Ankündigung der Abschaffung der Pflichtveröffentlichungen in gedruckter Form im Amtsblatt auf der Kippe. Der Cognion Forschungsverbund erarbeitete gemeinsam mit der Chefredaktion ein Konzept, um den Fortbestand der Tageszeitung zu sichern. Es handle sich um eine "Win-win-Situation" auch für die Interessen der Republik Österreich als Eigentümer, sagte Hämmerle bei der Präsentation Ende Juni. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) sieht die Zukunft der Zeitung dagegen als digitales Schwarzes Brett der Republik und als zentrale elektronische Verlautbarungs- und Informationsplattform.

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