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Wirtschaftlicher Schlag für rechtes Onlineportal Breitbart

Wegen des Vorwurfs der Verbreitung von Hassparolen hat das einst vom Chefberater des designierten US-Präsidenten Donald Trump geführte Nachrichtenportal Breitbart News einen wichtigen Geschäftspartner verloren.

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Stephen Bannon, Trump-Berater und künftiger Chefstratege im Weißen Haus, hatte nach Berichten zuletzt seine Unterstützung für die rechtsextreme Bewegung geäußert.

AppNexus, eine der größten Plattformen für Online-Werbung, nahm die rechtskonservative Website bis auf weiteres aus ihrem Vertriebsnetz. Sie habe gegen Verhaltensregeln verstoßen, sagte ein Sprecher. Das Nachrichtenportal ist seit längerem umstritten. Unter der Führung des Trump-Chefstrategen Steve Bannon wurde es laut Beobachtern zu einem "Forum für weiße Rassisten, Antisemiten und der Alt-Right-Bewegung, eines losen Zusammenschlusses von Neonazis und Nationalisten".

Breitbart-Chef Larry Solov wies die AppNexus-Vorwürfe zurück. Sein Unternehmen verurteile schon immer Rassismus und Fanatismus in jeder Form. Der Republikaner Trump hatte erst kürzlich seinen Wahlkampfleiter Bannon zum Chefstrategen ernannt. Politiker der Demokraten kritisierten dies und bezeichneten Bannon als Förderer von Rassismus und Frauenfeindlichkeit.

Breitbart wird auch vorgeworfen, einen tendenziösen Kampagnen-Journalismus zu betreiben. Das Portal will noch vor den Wahlen im nächsten Jahr nach Deutschland und Frankreich expandieren.

Quelle: Apa/Reuters

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