Österreich

1200 Österreicher verletzen sich jedes Jahr beim Rodeln

1.200 Österreicher verletzen sich jedes Jahr beim Rodeln so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. Das Verletzungsrisiko beim Rodeln ist höher als beim Skifahren, informierte das Kuratorium für Verkehrssicherheit am Mittwoch. Die Daten des KFV würden außerdem zeigen, dass nicht einmal 20 Prozent der Verletzten einen Helm tragen.

Die Gefahr wird meistens unterschätzt.  SN/APA (dpa)/Frank Rumpenhorst
Die Gefahr wird meistens unterschätzt.

Rodeln gilt als besonders einfacher Sport, der von beinahe jedem ausgeübt werden kann. Doch besonders bei Kindern sind schwere Rodelunfälle sehr häufig. 37 Prozent der verletzten Rodler sind unter 14 Jahre alt. Daher ist es wichtig, dass gerade die Kleinen die spezielle Brems- und Kurventechnik, die der Sport erfordert, sorgfältig erlernen. Zusätzlich ist für den sicheren Rodelspaß eine hochwertige Ausrüstung, eine rücksichtsvolle Fahrweise und vor allem die Fähigkeit, die Rodel zu kontrollieren, notwendig.

Die häufigsten Verletzungen sind nach Angaben des KFV Knochenbrüche (60 Prozent) und Prellungen (20 Prozent). Besonders schwerwiegend können Verletzungen der Wirbelsäule und des Kopfs sein. "Neun Prozent der Rodelunfälle sind Kopfverletzungen. Deshalb sollten Helm und Schneesportbrille beim Rodeln unbedingt zur Standardausrüstung gehören", sagte Klaus Robatsch, Bereichsleiter Forschung und Wissensmanagement im KFV. Bisher hat sich das Tragen von Helmen beim Rodeln, anders als etwa beim Skifahren, allerdings noch nicht durchgesetzt: 84 Prozent der Verunfallten geben an, zum Unfallzeitpunkt keinen Helm getragen zu haben.

Quelle: APA

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