Österreich

1983 - Am Vorabend vieler Umbrüche

Nach 200 Jahren besuchte erstmals wieder ein Papst Österreich. Johannes Paul II. entfachte nicht nur Euphorie, er zeichnete schon damals ein gesamteuropäisches Bild. Der ehemalige Caritas-Präsident Franz Küberl schwelgt in Erinnerungen.

„Europavesper“ vor 100.000 Gläubigen am Wiener Heldenplatz.  SN/www.picturedesk.com
„Europavesper“ vor 100.000 Gläubigen am Wiener Heldenplatz.

Was für ein Anlass und was für ein Anblick an einem so geschichtsträchtigen Ort: Bei wunderbarem Herbstwetter empfing am 10. September 1983 Papst Johannes Paul II. gut 100.000 Menschen am Wiener Heldenplatz zur "Europavesper". Und was für eine Geste vom Krakauer Kardinal Franciszek Macharski, der Kardinal Franz König Asche aus Auschwitz mitbrachte. Just da, wo 45 Jahre zuvor Adolf Hitler den Eintritt seiner Heimat in das "Dritte Reich" proklamierte. Der erste Papstbesuch in Österreich seit 200 Jahren hatte seinen ersten Höhepunkt. Und weitere sollten folgen. Wie etwa der Gottesdienst im Donaupark, gleich am nächsten Tag.

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