Österreich

29-jährige Kärntnerin wurde Opfer eines Sprengstoffanschlags

Eine 29-jährige Kärntnerin ist am Dienstag in Guttaring (Bezirk St. Veit an der Glan) Opfer eines Sprengstoffanschlags geworden. Ein Mann dürfte ihr das Paket vor die Haustür des Mehrparteienhauses gelegt, geläutet haben und geflüchtet sein. Als die Frau vor die Tür trat, flog das Paket in die Luft. Sie erlitt lebensgefährliche Verletzungen und wurde nach Graz ins Krankenhaus geflogen.

Einsatzkräfte vor dem Tatort SN/APA/GERT EGGENBERGER
Einsatzkräfte vor dem Tatort

Die Explosion passierte gegen 8.00 Uhr. Nach der Detonation sahen Zeugen einen Mann, dessen Gesicht von einer Kapuze verdeckt war. Am späten Vormittag wurde in Klagenfurt ein Verdächtiger festgenommen. Da die Frau getrennt von ihrem Mann lebt, gab es Vermutungen, der Ex-Mann könnte hinter dem Anschlag stecken. Zum Festgenommenen machte die Polizei zunächst keine Angaben.

Die Notärztin des Rotkreuz-Hubschraubers, Silke Wappis, berichtete nach dem Einsatz: "Die Frau befindet sich in einem lebensbedrohlichen Zustand. Sie erlitt ein Explosionstrauma." Die Patientin werde in Graz intensivmedizinisch betreut. Die Frau hat drei Kinder, zwei davon befanden sich zum Zeitpunkt des Angriffs bei ihr in der Wohnung, das dritte war in der Schule. Die Kinder wurden bei den Großeltern untergebracht.

Um welche Art von Sprengstoff oder Auslöser es sich gehandelt haben könnte, war laut Polizei zunächst völlig unklar. "Der Parkplatz wird Millimeter für Millimeter abgesucht, auch die kleinsten Teile werden eingesammelt und analysiert", sagte Polizeisprecherin Waltraud Dullnigg zur APA. Die Spurensicherung werde wohl noch den ganzen Nachmittag für ihre Arbeit brauchen, so lange bleibe das Gebiet gesperrt.

Quelle: APA

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