Österreich

58-jährige Gewichtheberin auf dem Weg zur WM: Alles begann mit einem Besenstiel

Susanne Mendas Sport ist keiner, bei dem sie entspannt lächelt. Sie reißt und stößt Gewichte in die Höhe - so gut, dass sie sich Chancen auf den Weltmeistertitel in Barcelona ausrechnet.

Susanne Menda ist hoch konzentriert, wenn sie die Hantel mit den schweren Scheiben in die Luft stemmt. hessenberger SN/hessenberger
Susanne Menda ist hoch konzentriert, wenn sie die Hantel mit den schweren Scheiben in die Luft stemmt. hessenberger

Ihr Blick: entschlossen. Die Muskeln: angespannt. Von der Stirn tropft Schweiß, die Hände sind weiß vom Magnesium. Auf der langen, silberfarbenen Damenhantel stecken schwarze Scheiben, die das Gewicht des Sportgeräts erhöhen. Susanne Menda atmet tief ein, hält die Luft an, legt die Finger um das kalte Metall der Hantel, geht in die Knie. Es sind fließende Bewegungen, die sie abspult. Sie richtet sich auf. Die Oberschenkel sehen hart aus. Kein Wanken. Plötzlich hält sie 50 Kilogramm über sich. Mit ausgestreckten Armen steht sie da, der Blick geht aus dem Fenster in die Ferne. Dann atmet sie fest aus und lässt im selben Augenblick die Hantel zu Boden fallen. Ein lauter Knall, das schwere Gerät federt auf der Gummimatte ein, zwei Mal nach. Dann bleibt es stumm liegen. Menda reibt sich die Hände ab und schnauft: "50 Kilo umgesetzt. Ich bin zufrieden."

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