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60 Länder von Corona betroffen - Pressekonferenz zur aktuellen Lage in Österreich und der EU ab 10.30 Uhr

Etwa 60 Länder sind weltweit vom Coronavirus betroffen. Auch in Österreich gab es weitere vier neue bestätigte Erkrankungen. Montagvormittag informiert das Gesundheitsministerium über die aktuelle Lage in Österreich und die Abstimmung in der Europäischen Union. Verfolgen Sie diese ab 10.30 Uhr im Livestream.

Die Anzahl der Erkrankten steigt in Österreich. SN/photoguns - stock.adobe.com
Die Anzahl der Erkrankten steigt in Österreich.

In Österreich steigt die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen wie erwartet weiter an. In Wien sind vier weitere Menschen positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Das hat der Einsatzstab des Innenministeriums am Sonntag bei der täglichen Pressekonferenz bekannt gegeben. Somit erhöht sich die Zahl der Covid-19-Erkrankten in Österreich auf 14.

Wo sich die vier Personen angesteckt haben könnten und wo sich die Patienten befinden, war vorerst noch nicht bekannt. Die Nachricht habe der Einsatzstab erst "in diesen Minuten" erhalten, sagte der zuständige Abteilungsleiter für übertragbare Erkrankungen im Gesundheitsministerium, Bernhard Benka, vor Journalisten.

Somit hält man aktuell bei acht Covid-19-Erkrankten in Wien, je zwei in Tirol und Niederösterreich und je einem in Salzburg und in der Steiermark. Österreichweit wurden bis Sonntagvormittag laut Gesundheitsministerium bereits 1826 Tests durchgeführt.

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Österreicher bleiben gelassen

Ungeachtet erster bestätigter Infektionen bleiben die Österreicher gelassen. Nur 15 Prozent sind wegen der aktuellen Situation "sehr besorgt", weitere 34 Prozent "eher besorgt". Das hat eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts "Unique Research" ergeben, die im Auftrag des Nachrichtenmagazins "profil" durchgeführt wurde (500 Befragte). Die Hälfte der Österreicher ist demnach mehr oder weniger unbeeindruckt. 37 Prozent sind "weniger besorgt", 13 Prozent "gar nicht besorgt".

Mit Symptomen, die potenziell auf eine Infektion hindeuten, soll man für medizinische Auskünfte die Telefonnummer 1450 wählen, mit Fragen und Sorgen allgemein die Hotline unter 0800-555-621.

In Europa kamen Luxemburg und Tschechien mit ersten Fällen hinzu

In Europa bleibt Italien mit mehr als 1100 Infektionen das am stärksten betroffene Land in Europa. Nun plant die italienische Regierung ein Hilfspaket für die durch den Coronavirus-Ausbruch zusätzlich angeschlagene Wirtschaft in Höhe von 3,6 Milliarden Euro. Betroffen sind die Regionen Lombardei und Venetien. In dem seit Dienstag auf Teneriffa unter Quarantäne gestellten Hotel wurde ein weiterer Fall von Coronavirus bestätigt. Damit stieg die Zahl der Infizierten auf der Urlaubsinsel auf fünf. Auch bei dem Patienten handelt es sich um einen Angehörigen aus einer italienischen Reisegruppe. Die Zahl der mit dem Virus Sars-CoV-2 Infizierten war in Spanien zuletzt auf über 70 geklettert.
Mit der bestätigten Infektion eines 40-Jährigen erreichte das Virus auch das Großherzogtum Luxemburg. Der Mann hatte sich in Italien aufgehalten und war Anfang der Woche per Flugzeug über Charleroi (Belgien) nach Luxemburg zurückgekehrt. Erste Fälle traten auch in Tschechien auf, wo am Sonntagnachmittag drei Infizierte vermeldet wurden. Bei keinem der Patienten nehme die Erkrankung einen schweren Verlauf, teilte Gesundheitsminister Adam Vojtech mit. Es handle sich um zwei Tschechen, die in Italien gewesen seien, und eine US-Amerikanerin, die dort studiere.

China erklärt die Hälfte der Erkrankten für wieder geheilt

In China, dem Ursprungsland des Erregers, starben binnen eines Tages weitere 35 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19, am Vortag waren es 47. Außerdem 573 neue Erkrankungen wurden gemeldet, am Samstag waren es 427. Damit sind in China bisher 2870 Menschen dem neuartigen Coronavirus zum Opfer gefallen. Die Gesamtzahl der Infektionen auf dem chinesischen Festland lag bei fast 80.000, von denen jedoch laut offizieller Angaben etwa die Hälfte bereits geheilt wurde. Die Todesrate chinesischer Covid-19-Patienten lag in den ersten zwei Monaten nach Ausbruch der Erkrankung bei 1,4 Prozent. Das hat eine Analyse der Daten von 1099 Erkrankten durch die chinesische Covid-19-Therapie-Studiengruppe ergeben. Die Auswertung wurde am 28. Februar im "New England Journal of Medicine" veröffentlicht.

Südkorea ruft höchste Alarmstufe aus

Südkorea hat angesichts der rasanten Ausbreitung des Virus die höchste Alarmstufe ausgerufen. Die Regierung werde alle nötigen Maßnahmen ergreifen, um die Epidemie einzudämmen, teilte Präsident Moon Jae In am Sonntag mit. Es seien allein am Sonntag mehr als 580 Neuinfektionen registriert worden, gaben die südkoreanischen Gesundheitsbehörden bekannt. Damit haben sich in Südkorea insgesamt mehr als 3700 Menschen mit dem Virus angesteckt. Das sind weltweit mit Abstand die meisten Fälle außerhalb Chinas. Die Zahl der Infektionen dürfte sich noch weiter erhöhen, da die Behörden mehr als 260.000 Menschen untersuchen wollen, die in Verbindung zu einer christlichen Sekte stehen, bei der die ersten Fälle in Südkorea aufgetreten waren.

Iran gibt mehr Fälle zu, Opposition bezweifelt die Zahlen

Im Iran stieg die Zahl der Todesfälle innerhalb von 24 Stunden von 43 auf 54. Im gleichen Zeitraum nahm die Zahl der nachgewiesenen Infektionen um 385 zu. Sie liegt derzeit insgesamt bei 978. 175 Coronavirus-Patienten sind als geheilt aus den Krankenhäusern entlassen worden. Allerdings werden diese behördlichen Angaben von Oppositionskräften angezweifelt. In Wahrheit gebe es bereits über 500 Tote, teilten Vertreter der oppositionellen Volksmudschaheddin (MEK) mit. Zumindest 150 Menschen sollen in Qom, 100 in Teheran gestorben sein.

Pressekonferenz zur aktuellen Lage in Österreich und der EU:

Aufgerufen am 01.12.2021 um 02:26 auf https://www.sn.at/panorama/oesterreich/60-laender-von-corona-betroffen-pressekonferenz-zur-aktuellen-lage-in-oesterreich-und-der-eu-ab-10-30-uhr-84129004

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