Österreich

63.000 Blitzeinschläge seit Beginn 2012

Das Wechselspiel von Hitzeperioden und heftigen Gewittern ist in den letzten zwei Jahren zurückgegangen: Gab es 2008 und 2009 österreichweit noch über 250.000 Blitzeinschläge pro Jahr, lag der Wert 2011 nur noch bei knapp 120.000.

63.000 Blitzeinschläge seit Beginn 2012 SN/dpa
Heuer durchschnittliches Blitzjahr.

Mit knapp 63.000 Einschlägen 2012 handelt es sich um ein durchschnittliches Blitzjahr.

2009 schlugen die Blitze fast doppelt so oft in den Boden ein. "Nur diese Blitze sind auch relevant", erklärte ALDIS-Blitzexperte Gerhard Diendorfer den Umstand, dass sogenannte Wolke-Wolke-Blitze nicht erfasst werden. "Diese Blitze sind etwa zwei- bis viermal so häufig wie die Bodenblitze." Bei den derzeit typischen Sommergewittern ist die Zahl der "Luftblitze" noch höher.

Seltener werden Gewitter jedenfalls nicht, denn die Hitzewellen nehmen laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) seit 1998 zu. Bereits im Juni gab es heuer intensive Unwetter. "Es reicht aber nicht nur warme Luft allein, sie muss zum Beispiel auch labil geschichtet sein", sagte Klimatologin Johanna Oberzaucher von der ZAMG gegenüber der APA.

Blitze sind bereits dann gefährlich, wenn das Gewitter weniger als drei Kilometer entfernt ist, also der Abstand zwischen Blitz und Donner weniger als zehn Sekunden beträgt. Wer sich hier im Freien aufhält, sollte Bäume ebenso meiden wie ungeschützte Fahrzeuge zu Wasser und zu Land, wie Tretbote und Motorräder. Schwimmen ist ebenfalls ein Tabu, da das Wasser Blitze anzieht. Abstand von Masten und Metallzäunen ist ein weiteres Gebot. Ein Auto bietet hingegen als Faraday'scher Käfig Schutz vor Blitzschlag. Nach Angaben des Kuratorium für Verkehrssicherheit gibt es jährlich ein bis zwei Getötete durch Blitzschlag.

Quelle: APA

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