Österreich

Ab heute nur mehr türkise Vignette gültig

Auf Mandarin-Orange folgt Türkis: Ab heute bittet die Asfinag alle Autobahnfahrer zur Kasse, die keine neue Vignette haben.

Die Asfinag kontrolliert ab heute wieder. SN/Heidi Huber
Die Asfinag kontrolliert ab heute wieder.

Ab heute, Mittwoch, gilt auf den Autobahnen in Österreich ausschließlich die türkise Vignette. Wer noch mit der alten bzw. ohne Vignette erwischt wird, muss mit einer Ersatzmautforderung in der Höhe von 120 Euro rechnen, warnte die Asfinag in einer Aussendung. Die Jahresvignette gilt grundsätzlich für 14 Monate. Die Vignette ist erst dann gültig, wenn sie auch ohne der Klebefolie vollständig gelöst auf der Windschutzscheibe klebt.

Im Vorjahr hat die Asfinag 192.000 Mautsünder zur Kasse gebeten. "Die Moral wird grundsätzlich von Jahr zu Jahr besser", sagt Pressesprecher Alexander Holzedl. Die Vignette sei erst dann gültig, wenn sie von der Klebefolie vollständig gelöst sei und fest auf der Windschutzscheibe klebe. Sei die Vignette nur provisorisch befestigt oder werde sie im Handschuhfach mitgeführt, werde gestraft. Es werde auf Salzburgs Autobahnen am 1. Februar keine gesonderten Kontrollen geben. "Wir kontrollieren das ganze Jahr über - stichprobenartig an den unterschiedlichsten Standorten", sagt Holzedl. Zudem sollen neun mobile Kamerasysteme Mautmuffel entlarven. Die Palette der Ausreden von Vignettensündern sei groß: "Dazu gehören auch Aussagen wie: ,Mein Hund hat die Vignette gefressen.'"

86,40 Euro Kosten

Die neue Vignette ist bereits seit Anfang Dezember in über 6000 Verkaufsstellen erhältlich. Die Jahresmaut für Pkw kostet heuer 86,40 Euro. Die Zweimonatsvignette ist für 25,90 Euro zu haben. Sämtliche Einnahmen aus dem Vignettenverkauf fließen laut Holzedl in den Betrieb und Ausbau des 2200 Kilometer umfassenden Autobahnen- und Schnellstraßennetzes. "Zudem investieren wir in die Erhöhung der Verkehrssicherheit."

Wie klebt man die neue Vignette richtig an der Autoscheibe an? Am besten bringe man die Vignette nach einer längeren Fahrt an, erklärt Holzedl. Denn sei die Windschutzscheibe zu kalt, hafte die Vignette nicht. Es sei ratsam, die Scheibe vorher zu reinigen. Entfernen lasse sich die alte Vignette am besten mit einem Schaber, wie er an vielen Tankstellen erhältlich sei. "Zuerst an einer Ecke lösen und dann die Vignette abziehen." Der Kleber sei wasserlöslich. Daher ließen sich Kleberreste einfach abwischen. Auf ihrer Webseite hat die Asfinag nun ein Video veröffentlicht - weil immer wieder dieselben Fragen zum Anbringen und Entfernen auftauchen.

Die digitale Vignette kommt

Wie viele alte Mautpickerl auf der Scheibe kleben, ist prinzipiell egal - solange auch die neue angebracht wurde. Gesetzliche Bestimmungen gibt es nicht. "Die Kontrolle dauert freilich länger, wenn man erst die aktuelle Vignette suchen muss", sagt Holzedl. Aus Gründen der besseren Sicht empfiehlt die Asfinag dennoch, alle alten Vignetten zu entfernen. "Das kann sonst schnell einmal zu Unfällen führen."

Bereits im kommenden Jahr soll es neben der herkömmlichen Vignette auch eine digitale Version geben. Wer auf Kratzen und Kleben verzichten möchte, kann die digitale Vignette über das Internet kaufen. Diese ist an das Kennzeichen gebunden. Um Mautpreller künftig zu erwischen, wird die automatische Vignettenkontrolle weiter ausgebaut. Die digitale Vignette wird mittels Kennzeichenscan von Überkopfkameras kontrolliert. Die Farbe für die klassische 2018er-Vignette steht indes noch nicht fest.

Quelle: APA

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