Österreich

Abgestürzter Bergsteiger nach eisiger Nacht in OÖ gerettet

Ein am Dreikönigstag in den oberösterreichischen Ennstaler Alpen abgestürzter Bergsteiger, der im steilen Gelände verletzt liegen geblieben war, ist Samstag früh lebend gefunden worden. Die Suche nach dem Mann war am Abend witterungsbedingt abgebrochen worden. Er überstand die eisige Nacht bei zweistelligen Minustemperaturen relativ gut und wurde in ein Spital eingeliefert, berichtete die Polizei.

"Es sieht so weit gut aus", gab sich ein Beamter vorsichtig optimistisch. Der 35-Jährige war am Freitagnachmittag beim Abstieg vom Großen Pyhrgas im Bezirk Kirchdorf an der Krems abgestürzt. Per Handy rief er seine Mutter an, sie solle die Einsatzkräfte verständigen. Insgesamt 60 Bergsteiger, acht Alpinpolizisten und ein Polizeihubschrauber suchten bei widrigsten Verhältnissen nach dem Verletzten. Gegen 23.00 Uhr wurde der Einsatz unterbrochen.

In der Steiermark sind unterdessen fünf Wanderer, darunter zwei Kinder, am Freitag am Zirbitzkogel im Bezirk Murau festgesessen. Die Obersteirer hatten die Witterung unterschätzt und suchten in einer Schutzhütte Zuflucht. Da diese weder bewirtschaftet oder beheizt ist, alarmierten sie die Einsatzkräfte. Rund 30 Retter kamen bei Einbruch der Dunkelheit bei der Hütte an. Gemeinsam stiegen sie ab, so die Polizei am Samstag.

Die Gruppe aus Knittelfeld mit den Kindern im Alter von sechs und acht Jahren wollte am Dreikönigstag von der Sabathyhütte auf den Zirbitzkogel. Im Bereich des Gipfels in 2.396 Metern Seehöhe hatte es minus 22 Graz, der Sturm erreichte 80 km/h. Da der Wanderweg stark vereist war, suchte das Quintett Zuflucht im Winterraum in einer der Schutzhütten.

Da es auch in der Hütte klirrend kalt war, kühlten die Wanderer immer mehr aus und riefen daher gegen 13.30 Uhr den Hüttenpächter an. Er alarmierte die Rettungskräfte, die wegen des Sturms aber nicht mit dem Hubschrauber aufsteigen konnten. Eine Übernachtung in der Hütte war für die Wanderer wegen der Kälte nicht möglich. Daher stiegen Bergretter und Alpinpolizisten auf und entschieden sich für den gemeinsamen Abstieg zur Tonnerhütte. Dort kamen sie kurz nach 19.00 Uhr an, die Wanderer wurden dem Notarzt übergeben.

Quelle: APA

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