Österreich

Afritz bekommt Wildbach- und Lawinenverbauung

Die Kärntner Gemeinde Afritz bekommt nach folgenschweren Murenabgängen im heurigen Spätsommer eine neue Wildbach- und Lawinenverbauung. Das gab Minister Andrä Rupprechter (ÖVP) nach einem Besuch am Donnerstag bekannt. Das Projekt wird mit Kosten von zwölf Millionen Euro kalkuliert, finanziert durch Umweltministerium, Land Kärnten und Gemeinde. Baubeginn soll noch im Herbst sein.

Afritz bekommt Wildbach- und Lawinenverbauung SN/APA (Archiv)/GERT EGGENBERGER

Konkret ist die Errichtung von Geschiebesperren gegen Erosion und Murenabgänge geplant. Eine Regulierung des Unterlaufs des Tronitzerbachs soll dann einen problemlosen Hochwasserablauf gewährleisten. Die Ortschaft Kraa werde danach gegen weitere Muren geschützt sein, hieß es in der Aussendung. Bürgermeister Maximilian Linder (FPÖ) sagte zur APA, die Geschiebesperren sollen bis Anfang 2017 fertig sein, die Regulierung des Unterlaufs werde zwei bis zweieinhalb Jahre dauern. Danach werde es eine Evaluierung geben und man werde schauen, was noch notwendig ist.

Afritz war zwei Mal von schweren Unwettern mit Murenabgängen betroffen. Häuser mussten evakuiert werden, die Einsatzkräfte - von Feuerwehr über Straßenverwaltung bis Bundesheer - waren wochenlang mit den Aufräumarbeiten beschäftigt. Die Muren hatten insgesamt mehr als 70.000 Kubikmeter Schlamm und Geröll ins Siedlungsgebiet befördert.

Quelle: APA

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