Österreich

Akutversorgung in NÖ Landeskliniken ist gesichert

Trotz teils massiver Personalausfälle wegen Corona bleibt die Akutversorgung in den niederösterreichischen Landeskliniken gesichert. Darauf haben Ärzte und Pflegedirektorinnen von Häusern der Thermenregion am Montag im Landesklinikum Wiener Neustadt hingewiesen. Ausdrücklich betont wurde zudem, dass Notfallbetrieb kein Notbetrieb sei.

Kommende 14 Tage "sehr herausfordernd" SN/APA/THEMENBILD/BARBARA GINDL
Kommende 14 Tage "sehr herausfordernd"

Die kommenden 14 Tage würden "noch sehr herausfordernd", sagte Ludwig Gold, Geschäftsführer Gesundheit Thermenregion GmbH in der Landesgesundheitsagentur (LGA), in einem Pressegespräch. Die Infektionslage und die eigenen Personalausfälle seien "noch nie so hoch wie derzeit" gewesen. Damit gelte es zurechtzukommen. "Wir passen das Leistungsprogramm an, um die Akutversorgung gewährleisten zu können." Planbare Leistungen würden demnach zurückgefahren.

Johann Pidlich, Ärztlicher Direktor am Landesklinikum Baden-Mödling, verwies auf "zwei nicht steuerbare Faktoren". Das sei einerseits die Zahl der Covid-Patienten, derzeit vorwiegend auf Normalstationen. Andererseits gehe es um Ausfälle von Mitarbeitern durch Krankheit oder Absonderung. Die Akutversorgung zu garantieren, "werden wir schaffen", so Pidlich. Elektive Eingriffe würden "nicht zum ersten Mal" verschoben, fügte er hinzu. Petra Augustin, Pflegedirektorin im Haus, bezeichnete die Personalplanung als derzeit "spezielle Herausforderung". Man müsse "tagesaktuell reagieren".

Es sei ein "ganz wichtiger Schritt", sich aufgrund der Personalsituation auf die Akutversorgung zu konzentrieren, ergänzte Christa Grosz, Pflegedirektorin am Landesklinikum Wiener Neustadt. Die Flexibilität der Mitarbeiter, auch was Einsatzbereiche betreffe, sei hoch.

Der Versorgungsstufe müsse angepasst werden, sagte Ojan Assadian, Ärztlicher Direktor in Wiener Neustadt, der gleichzeitig warnte: "Die Pandemie ist nicht vorbei." Eine Infektion mit der Omikron-Variante BA.2 sei zudem keine leichte Erkrankung. Das gelte auch für sogenannte milde Verläufe.

Als "Faktor, der nicht zu unterschätzen ist", bezeichnete Pidlich die mit 5. März erfolgten Öffnungsschritte. Es müssten - auf Normalstationen - mehr Patienten als früher versorgt werden, dazu seien die Mitarbeiterausfälle höher. Nicht zuletzt machte Pidlich, aus dessen Haus am Freitag eine interne Dienstanweisung öffentlich geworden war, klar, was "Notfallbetrieb" bedeutet. Der primäre Fokus liege bei diesem Szenario auf Not- und Akutfällen. "Es geht nicht um einen Notbetrieb."

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