Österreich

Amokfahrer kam im Büßergewand

Zum Prozessauftakt in Graz präsentiert sich der 27-jährige Alen R. als Opfer. Als dann das Gericht Videos der Wahnsinnsfahrt durch die Grazer Innenstadt vorspielt, wird es ganz leise. Die ersten Zeugen sagen aus.

Was für ein Wandel, äußerlich wie innerlich: Die bisher von Alen R. kursierenden Fotos zeigen einen bärtigen, ungepflegten Mann, bisweilen auch mit ordinären Gesten. Dienstagvormittag betrat er in einem blütenweißen Anzug den Großen Schwurgerichtssaal im Grazer Straflandesgericht. Rasiert, kurzes Haar und Brille, er sprach langsam, bemühte sich, höflich zu sein, entschuldigte sich immer wieder für das Geschehene. Die Rede ist von einem dunklen Kapitel der Grazer Stadtgeschichte, der Amokfahrt vom 20. Juni des Vorjahres. Die traurige Bilanz damals: drei Tote und 110 zum Teil schwer verletzte Passanten.

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