Österreich

Aufklärung an Schulen - Minister prüft Verein

Homosexualität sei therapierbar, das war eine der umstrittenen Aussagen von TeenStar. Der Verein bietet Schulen Aufklärungs-Workshops an.

Sexualaufklärung ist ein Quell ständiger Aufregung. Diesmal ist es der Verein TeenStar, der dafür verantwortlich ist. Wie die SN berichteten , bietet TeenStar Seminare über Sexualkunde in den Salzburger Schulen an. Bereits im Sommer hatten sich Eltern beschwert, dass der Verein, der weltweit tätig ist, dabei extrem konservative Standpunkte vertrete. Propagiert werden etwa natürliche Familienplanung, kein Sex vor der Ehe und dass die sexuelle Orientierung, vor allem auch Homosexualität, durch eine Kombination aus Therapie, Selbsthilfegruppen und Seelsorge veränderbar sei. Masturbation wurde als schädlich dargestellt. Die Folge war eine parlamentarische Anfrage der SPÖ an Bildungsminister Werner Faßmann (ÖVP). Die Beantwortung liegt nun vor. Und das Bildungsministerium zieht die Notbremse. Zum einen müssen nun "die Landesschulräte in diesem Schuljahr alle sexualpädagogischen Angebote, die von außen kommen, melden". Zum anderen überlegt das Ministerium, den Verein von den heimischen Schulen auszuschließen, weil dessen Inhalte möglicherweise dem Lehrplan bzw. dem Grundsatzerlass zur Sexualpädagogik widersprechen. Bis Anfang Dezember soll dies geklärt werden. Der Bildungsdirektor von Salzburg, Rudolf Mair, hat die Arbeit des Vereins in den Salzburger Schulen untersagt, bis die Entscheidung des Ministeriums vorliegt.

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