Österreich

Aufsperrdienst kassierte 440 Euro für Nachteinsatz

Sich aus der eigenen Wohnung auszusperren kann teuer werden. In einigen Fällen ermittelt nun sogar die Polizei. Wozu die Konsumentenschützer raten.

Aufsperrdienste lassen sich ihr Service fürstlich entlohnen. SN/robert ratzer
Aufsperrdienste lassen sich ihr Service fürstlich entlohnen.

Neulich in Wien-Floridsdorf: Ein geselliger Abend geht zu Ende. Der Gastgeber begleitet seine Besucher noch zum Haustor, weil das spätnachts immer zugesperrt ist. Er greift nach seinem Schlüsselbund und schließt die Wohnungstür. Als er zurückkehrt, ist selbige unpassierbar - denn der zweite Schlüssel steckt innen. Genau dort, wo auch das Handy liegt. Es ist nach Mitternacht, also keine gute Idee, jetzt noch bei den Nachbarn zu läuten. Doch der Ausgesperrte hat Glück: Im nahen Hotel organisiert ihm der Portier einen Aufsperrdienst. Pauschale, Nachtzuschlag, An- und Rückfahrt: macht (inklusive Mehrwertsteuer) 440,40 Euro. Beim Kunden macht sich einerseits Erleichterung breit, schließlich kann er wieder in seine Wohnung. Andererseits erzürnt ihn der stolze Preis. Er stellt sich die berechtigte Frage: War die Höhe des Honorars seriös und gerechtfertigt - oder wurde er abgezockt?

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