Österreich

"Aufstand für das Leben": Klima-Rebellen protestierten in Wien

Aktivisten des Klima-Bündnisses "Extinction Rebellion" riefen am Montag weltweit zu Protestaktionen auf. In Wien kam es zu "gewaltfreien" Straßenblockaden am Getreidemarkt. Weitere Aktionen sollen in den kommenden Tagen folgen.

Über die sozialen Netzwerke rief die österreichische Gruppe der Bewegung "Extinction Rebellion" zu "friedlichen Aktionen im Namen des Lebens" auf. Das Klimabündnis, das in Großbritannien gegründet wurde, leistet mittlerweile weltweit "Aufstand gegen das Aussterben", wie sie es selbst nennen.

In London kam es Montagmorgen sogar zu Verhaftungen von Klima-Rebellion. In Wien betonten die Aktivsten hingegen die "friedliche" Dimension der Aktionen. Man habe Montagvormittag "auf friedliche Weise den Verkehr auf dem Wiener Getreidemarkt zum Erliegen gebracht", wie die Veranstalter selbst in ihrer Ausschreibung verlautbaren. Ihren Angaben zufolge gab es neben der Blockade eine "sichere Zone" für Kinder und Familien, damit sich alle an dem Protest beteiligen könnten.

Klima-Aktivisten von „Extinction Rebellion“ blockierten Montagmittag die Straße am Wiener Getreidemarkt. Ihr Ziel: ein friedlicher Aufstand für das Klima. SN/APA/HELMUT FOHRINGER
Klima-Aktivisten von „Extinction Rebellion“ blockierten Montagmittag die Straße am Wiener Getreidemarkt. Ihr Ziel: ein friedlicher Aufstand für das Klima.

In den kommenden Tagen sind weitere Aktionen von "Extinction Rebellion" in Wien geplant. Laut Informationen auf der Facebook-Seite der Bewegung stünden am Dienstag Trainings und "regenerative Aktivitäten" auf dem Plan, am Mittwoch solle eine Aktion zum Schutz der Artenvielfalt begangen werden. Interessierte könnten sich per Mail anmelden und wurden in dem Posting angewiesen: "Bitte bereitet außerdem all eure Pflanzen und Uhren vor und nehmt sie mit."

Am Donnerstag werde ein Trauermarsch durch die Stadt Wien abgehalten - in Gedenken an die Pflanzen- und Tierarten, die bedroht seien. Bei Teilnahme werde von den "Extinction Rebellions" um das Tragen von Trauerkleidung gebeten.

Am Freitag sei schließlich "etwas Großes" geplant - Details werde man noch bekannt geben.

Generell gilt für die Klima-Rebellen: Genaue Informationen werden erst nach dem Start ihrer Aktionen auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht, wie sie selbst am Montagmorgen schreiben: "wir werden den Ort natürlich bekannt geben, sobald unsere Blockade steht."

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